Mit einer eigenen Städteedition des Pfandsystems "Recup" sagt die Universitätsstadt Erlangen auch in Coronazeiten Einwegbechern den Kampf an. Bei einem Pressetermin vor wenigen Tagen haben Oberbürgermeister Florian Janik (SPD), Umweltamtschef Reiner Lennemann, Ralph Schmidt, Abteilungsleiter Hochschulgastronomie beim Studentenwerk Erlangen-Nürnberg, sowie der Geschäftsführer von Recup, Fabian Eckert, den "Erlangen-Becher" vorgestellt.

Kaffeegenießer erhalten "Coffee to go" ab sofort im individuell gestalteten "Servus Erlangen"-Becher, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Städteedition des Pfandbechers zieren mit der Hugenottenkirche, dem Riesenrad am "Berg" oder der Orangerie im Schlossgarten die Wahrzeichen der Stadt. Bereits seit 2019 ist das "Recup"-Pfandsystem erfolgreich im Einsatz, womit Erlangen einen aktiven Beitrag zur Müllvermeidung leistet. Erlangen ist damit Teil eines deutschlandweiten Netzwerks.

Ortsunabhängige Rückgabe

"Dieser schöne Becher mit Motiven findet hoffentlich seinen Weg von hier aus nach ganz Deutschland. Denn wer in Erlangen einen Kaffee zum Mitnehmen kauft, kann den Becher in jedem teilnehmenden Geschäft ortsunabhängig zurückgeben und erhält den Euro Pfand zurück", freut sich Oberbürgermeister Janik.

Gerade in Zeiten von Corona erhält der Umgang mit Einwegprodukten neue Brisanz: "Take away" im Bereich Food ist gefragt. Dass unter dem Vorwand von Hygieneauflagen eine gedankenlose Müllflut entsteht, will die Stadt aber unbedingt vermeiden. Ein herkömmlicher Einwegbecher besitzt lediglich eine Lebensdauer von 15 Minuten - und wandert dann in den nächsten Abfalleimer.

"In Deutschland werden jedes Jahr 2,8 Milliarden "Coffee-to-go"-Becher weggeworfen und dabei im Schnitt nur 15 Minuten genutzt. Hier gilt: Mehrweg ist der Weg, Einweg ist kein Weg. Das Thema wurde bereits vor vier Jahren mit einer Kampagne von unserer Abfallberatung thematisiert und von unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter Friedhelm Elias seit 2018 kontinuierlich weiter konkretisiert, zunächst in Form von über 30 teilnehmenden Verkaufsstellen am Pfandbechersystem und in diesem Jahr schließlich mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Stadt in Form des ,Erlangen-Bechers‘", berichtet Reiner Lennemann, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.recup.de. red