Die Junge Union unternimmt einen zweiten Anlauf zur Schaffung eines Jugendparlaments. Die Verwaltung möge eine Satzung für ein Jugendparlament ausarbeiten, wird in einem Antrag an den Stadtrat gewünscht.

Damit soll der Weg geebnet werden, dass die Herzogenauracher Jugendlichen und Heranwachsenden ihr eigenes Parlament wählen können. Dieses könnte sich Jugendbeirat, Jugendrat oder eben Jugendparlament nennen.

Rückblick

Bereits im Jahr 2010 habe die Junge Union Herzogenaurach eine demokratische Beteiligung junger Mitbürger Herzogenaurachs gefordert, heißt es in der Begründung des Antrags. Damals hatte ein überparteilicher Zusammenschluss aus Junger Union, Grüner Jugend und Jungen Liberalen einen Entwurf für einen Jugendrat erarbeitet. Diesem Anliegen sei aber nicht entsprochen worden.

Bürgerbeteiligung

In der Begründung wird ausgeführt, dass es in Herzogenaurach neben dem Stadtrat und seinen Ausschüssen schon mehrere Formen der Bürgerbeteiligung gebe. Als Beispiele nennen die Stadträte Konrad Körner und Katharina Zollhöfer den Seniorenbeirat und die Agenda 21. Den beiden jungen Räten sei es ein Anliegen, "auch die demokratische Willensbildung bei jungen Menschen zu fördern und sie so nicht nur bei der Gestaltung unserer Stadt mitbestimmen zu lassen, sondern auch demokratische Verfahren und Abstimmungsprozesse erfahrbar zu machen." Am besten gehe das mit einer direkten Wahl von Jugendlichen.

Vier Grundsätze

Die Antragsteller stellen vier Grundsätze voraus. So soll das Jugendparlament um den Zeitpunkt der Zwischenzeugnisse herum von den Herzogenauracher jungen Bürgern zwischen zwölf und 21 Jahren gewählt werden. Das passive Wahlrecht soll mit dem aktiven Wahlrecht gleichgesetzt werden. Wahllokale sollen in Absprache mit den Schulleitungen an allen Herzogenauracher Schulen und im Rathaus eingerichtet werden.

Das Jugendparlament soll ein Rede- und Antragsrecht an den Stadtrat und seine Ausschüsse haben, wird weiterhin vorgeschlagen. Das sei gerade zur Artikulation von Interessen der Jugend notwendig. Im Gegensatz zu anderen Altersgruppen seien ja gerade Jugendliche bis 18 Jahre noch nicht an der Wahl des Herzogenauracher Stadtrates beteiligt, könnten so aber das Wahlverfahren bereits einüben.

Eigenes Budget

Und letztlich soll das Jugendparlament ein eigenes Budget für Veranstaltungen und Initiativen zugewiesen bekommen, heißt es in dem Antrag der Jungen Union weiter. bp