Wie alle anderen Sportarten hatte auch der Kronacher Kegelsport im letzten halben Jahr coronabedingt mit erheblichen Problemen und Einschränkungen zu kämpfen. Die Saison 2019/20 wurde im März 2020 vorzeitig beendet und bei den momentan steigenden Infektionszahlen muss befürchtet werden, dass die Saison 2020/21 komplett abgesagt wird. Trotz alledem freute sich der Erste Vorsitzende des Vereins Kronacher Sportkegler, Horst Wich, über den zahlreichen Besuch der Jahreshauptversammlung.

Der Verein Kronacher Sportkegler ist die Dachorganisation der einzelnen Kegelklubs, die am Ligaspielbetrieb teilnehmen. Besonders begrüßte Wich den langjährigen Ehrenvorsitzenden Erwin Dannreuther sowie Patrick Linthaler, den Bezirksvorsitzenden von Oberfranken im Bayerischen Sportkegelverband

(BSKV). Nebenbei bemerkt ist der Bezirk Oberfranken mit mehreren Bundesligamannschaften (Frauen und Männer) deutschlandweit einer der führenden Sportkegler-Bezirke.

Patrick Linthaler betonte die Notwendigkeit, die Saison 2019/20 nach dem 16. Spieltag abzubrechen. Er prognostizierte außerdem eine schwierige kommende Saison, die frühestens Anfang Oktober mit Option auf November oder sogar Januar beginnen kann. Im letzten Fall würde sich die Saison bis in den Sommer 2021 hinziehen. Überregionale Meisterschaften finden überhaupt nicht statt. Angesichts der sonstigen Probleme, wie z.B. der Umsetzung des strengen Hygienekonzepts oder der Änderung der Spielzeiten, ist zu befürchten, dass sehr viele Mannschaften nicht nur in Kronach zur neuen Saison gar nicht antreten, zumal dann keine negativen Folgen für die Saison 2021/22 zu befürchten sind (kein Abstieg).

Anschließend gratulierte Linthaler dem Verein Kronacher Sportkegler zum 60-jährigen Bestehen und überreichte dazu eine Urkunde. In diesem Zusammenhang wurden auch langjährige Mitglieder und die Vereinsmeister 2019 geehrt (siehe Kasten).

Erster Vorsitzender Horst Wich betonte in seinem Bericht, dass sich der Mitgliederschwund (-6) verglichen mit anderen Sportarten in Grenzen hielt. Somit hat der Gesamtverein jetzt 111 aktive Kegler und nach wie vor vier Einzelklubs. Diese sind: der Fusionsclub Gemütlichkeit-Gut Holz Kronach, SKC Crana Kronach, Post SV Kronach und TSV Wilhelmsthal. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatten alle vier Klubs mindestens eine Mannschaft auf Bezirksebene gemeldet.

Auch aus finanzieller Sicht ist nur Positives zu vermelden. Alle Fördermittel wurden bewilligt und von Stadt und Landkreis überwiesen.

Wie bereits letztes Jahr angekündigt ist der Verein seit 30 Jahren komplett schuldenfrei. Kassier Dietmar Welscher galt hier ein besonderer Dank. Mit Zurückzahlung der letzten geliehenen Beträge an Mitglieder und Einzelklubs konnte die sogenannte "Baustein-Aktion" erfolgreich abgeschlossen werden. Mit ihr konnte fast zinslos das noch vom Kegelbahnneubau stammende Darlehen in Resthöhe von circa 30  000 Euro, das mit hohen Zinsen verbunden war, günstig umgeschuldet werden.

Sportliche Erfolge konnten Zweiter Sportwart Hermann Wolf und die Jugendwartin Regina Schuberth kaum melden, da in der letzten Saison pandemiebedingt keine überregionalen Meisterschaften stattfanden oder vorzeitig abgebrochen wurden (außer Jugend). Bei den U-14-Jugendlichen wurden Tim Mäusbacher und Marie Schubert vom Post SV Kronach jeweils Kreismeister. Außerdem wurden beide in ihrer Funktion als Gastspieler beim KV Bamberg Schnittbeste in der jeweiligen Bayernliga.

Im normalen Ligaspielbetrieb ist der Aufstieg der 2. gemischten Mannschaft des Post SV in die Kreisklasse A-Nord zu erwähnen. Die Frauenmannschaft des TSV Wilhelmsthal errang in der Bezirksoberliga die Vizemeisterschaft ebenso wie die 1. Männermannschaft des SKC Gemütlichkeit-Gut Holz Kronach in der Bezirksliga A Nord-Ost. Die 1. Mannschaften des Post SV Kronach und des TSV Wilhelmsthal müssen aus dieser Liga in die Kreisliga Nord absteigen.

Da sich niemand bereit erklärte, die Position des zurückgetretenen Ersten Sportwartes Jörg Fischer zu übernehmen, wird bis auf weiteres der Vorsitzende Horst Wich in Zusammenarbeit mit dem Zweiten Sportwart Hermann Wolf die sportlich-organisatorischen Belange zusätzlich übernehmen. red