Brigitte Krause

Die beiden CSU-Ortsverbände Ebern und Jesserndorf zeigen Flagge: Der Vorsitzende der Eberner CSU, Sebastian Ott, will ins Rennen um das Eberner Bürgermeisteramt gehen und bekommt dafür Rückendeckung von seinem Amtskollegen Markus Fausten, dem Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Jesserndorf, und den Mitgliedern, die sich am Mittwochabend bei der Ortsversammlung zu 95,23 Prozent für das Vorhaben aussprachen.
Die Zeit bis zu den Kommunalwahlen 2020 will Sebastian Ott nutzen: "Ich will überall, wo ich den Bürgern begegnen kann, präsent sein."


Noch nicht im Stadtrat

Somit wird Eberns SPD-Bürgermeister Jürgen Hennemann in Sebastian Ott einen Herausforderer haben, der momentan zwar noch kein Stadtrat ist, dies aber keineswegs als Hindernis sieht: Schließlich kam einst auch Hennemanns Vorgänger, der CSU-Bürgermeister Robert Herrmann, sozusagen als Quereinsteiger ins Rathaus und auf den Bürgermeistersessel.
Wichtig ist Ott: "Ich will Politik für die Bürger transparent machen." Zu vieles wandert nach Meinung der Eberner CSU in die nichtöffentliche Stadtratssitzung. Sebastian Ott betont, dass seine Entscheidung wohlüberlegt ist. "Ich habe jetzt Zeit, mich zu positionieren." Der 39-Jährige ist als Beamter beim Freistaat Bayern in der Vermögensverwaltung in Bamberg beschäftigt.
Die CSU-Ortsverbandsvorsitzenden Fausten und Ott hätten auf die Bitten vieler Bürger und Mitglieder reagiert, wie Ott ausführte.
Bei der Kommunalwahl 2014 habe die Eberner CSU ihre Kandidatin zu spät aufgestellt. Barbara Baumbach, aus Ebern stammende Bundespolitikerin, scheiterte mit schwachen 29,12 Prozent. Ihr Mandat im Eberner Stadtrat sowie im Kreistag trat sie nicht an.
Sebastian Ott weiß die Eberner CSU hinter sich: Er wurde nach Gabi Rögner 2017 einstimmig zum Vorsitzenden bestimmt.
Auch am Mittwoch gab es breite Zustimmung für das Vorhaben, sich fristgemäß nominieren zu lassen. Die offizielle Nominierung kann erst 15 Monate vor der Wahl erfolgen.