Gleich mit zwei Hiobsbotschaften musste Bürgermeister Udo Döhler (UBV) in der Sitzung des Gemeinderats aufwarten. Zum einen berichtete er von einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, in dem ihm erklärt worden war, dass die Sparkassenfiliale in Dörfles-Esbach demnächst dichtgemacht werde. Der Geldausgabeautomat soll weiter zur Verfügung stehen. Empfohlen wurde, künftig die rund eineinhalb Kilometer entfernte Sparkassen-Filiale in Coburg-Nord anzulaufen. "Mit großem Bedauern und auch verärgert nehmen wir die Sparkassenentscheidung zur Kenntnis", so Döhler.

Zum anderen wird der Schützenverein aufgelöst. Das ergab eine schriftliche Abstimmung der Mitglieder Anfang April, bei der sich eine Dreiviertelmehrheit für die Auflösung aussprach. Der Grund sei darin zu suchen, so Zweiter Bürgermeister Stephan Valtin (UBV), dass fast der komplette Vorstand, einschließlich des Vorsitzenden, nicht mehr zur Wiederwahl antrat und die Suche nach einem Ersatz erfolglos war.

Der Schützenverein will nun sein Erbbaurecht am Grundstück mit Schützenhaus an die Gemeinde zurückgeben. Über das weitere Vorgehen wurde in nichtöffentlicher Sitzung beraten. "Das alles nehmen wir mit Bedauern auf", betonte Döhler.

Im Rahmen der Städtebauförderung stellte Ulrich Wieler vom Büro Umbau Stadt dem Gremium das Untersuchungsergebnis vor, das sich auf das Gebiet Ortsmitte Dörfles-Esbach bezog. Dieses vorbereitende Untersuchungsergebnis wird auch noch öffentlich mit einer Informationsveranstaltung präsentiert.

Der Gemeinderat nahm das Ergebnis zur Kenntnis und billigte es einschließlich der möglichen Maßnahmen. Das muss geschehen, um Städtebaufördermittel zu bekommen. Als Ziele gesetzt wurden unter anderem die Entwicklung der Wohnstruktur, Anreize für gastronomische Entwicklung, Umbau der Neustadter Straße zu vielfach Nutzbarem, der Bahnhof als Mobilitätsdrehpunkt und das öffentliche Grün.

Betont wurde, dass das Bürgerhaus (das bereits umgebaut wird), um Städtebaufördermittel zu erhalten, im Verfahren einbezogen ist. Kommentar des Bürgermeisters: "Das Ziel ist, den Lebensraum so angenehm wie möglich zu gestalten. Das bringt uns weiter."

Zuschüsse sichern

Grünes Licht gab der Gemeinderat für die Sanierung des Rathauses, um hier ebenfalls Fördermittel zu erhalten. Die Kostenschätzung beläuft sich auf knapp 840 000 Euro.

Notwendig werden vor allem eine Fugensanierung im Außenbereich, Brandschutzmaßnahmen und ein Aufzug im südlichen Außenbereich des Rathauses, damit das Gebäude barrierefrei wird.

Mit lobenden Worten verabschiedete Döhler die ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder und attestierte ihnen eine vorbildliche Zusammenarbeit.

Torsten Dohnalek (UBV) schlug vor, in der kommenden Legislaturperiode einen Ausschuss Digitalisierung zu bilden. Bürgermeister Udo Döhler war dieser Vorstellung nicht abgeneigt.