"Wir sind am Ziel und die Lehrer sind am Ende", meinten die Schüler Jonas Lederer und Marco Will bei ihrer Abschluss-Rede. So locker und entspannt ging es zu bei der Abschlussfeier 2018 der Mittelschule in Altenkunstadt.
Und das verwunderte nicht, hatten doch alle 81 Entlassschüler ihren Schulabschluss geschafft. 31 davon legten die Prüfungen zur Mittleren Reife erfolgreich ab, 39 den Qualifizierten Abschluss und 11 den Mittleren Abschluss. "Ohne muss keiner nach Hause gehen", freute sich Schulleiter Manfred Heinbuch.
Schulbeste war mit einem Notendurchschnitt von 1,22 Judith Wicklein aus der Klasse 10aM, was mit dem Ehrenpreis, den Otto Schuhmann gestiftet hatte, belohnt wurde. Festlich gekleidet zogen die 81 Schüler zu den treffenden Klängen von "Conquest of Paradies" in die Aula der Mittelschule Altenkunstadt ein.


Nicht rasten

Rektor Manfred Heinbuch ging auf das Motto "Best Never Rest" ein. Frei übersetzt heißt das: nicht auf dem Erfolg ausruhen. Das in der Schule Erreichte solle vielmehr als Startblock für die nächsten Herausforderungen dienen. Die moderne Arbeitswelt fordert ständig neue Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wandel, die in jedem Bereich immer schneller erfolgen: " Ihr Entlassschüler steht nun mitten in diesem Wettbewerb und müsst mit Schritt halten." Sie sollen ihre Schule in Altenkunstadt nicht vergessen, gab der Rektor den Entlassschülern noch mit auf den Weg.


"Träumt groß und arbeitet hart"

Die Vorsitzende des Schulverbands Altenkunstadt/Burgkunstadt/Weismain, die Burgkunstadter Bürgermeisterin Christine Frieß, gratulierte den Absolventen: "Eine spannende Zeit der Veränderung - Lehre - Studium - Beruf in eurem Leben steht bevor. Tut, was ihr vorhabt, immer aus dem Grund heraus, dass ihr es wollt, und es euch Spaß macht. Träumt groß und arbeitet hart."
Ein erfülltes Leben falle nicht in den Schoß, sondern wolle erarbeitet werden. "Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom: Sobald man aufhört, treibt man zurück. Eure Eltern können in diesem Moment stolz auf euch sein." Elternbeiratsvorsitzende Ramona Herbst fand, es zeige sich jetzt, dass die ganzen Anstrengungen und Bemühungen zu einem positiven Ergebnis geführt hätten. Der Dank der Vorsitzenden galt den scheidenden Elternbeiräten Elfriede Will, Karin Hofmann, Markus Erhardt, und Holger Reimann.
Der Sprecher der Schüler der 10. Klassen, Jonas Lederer, bemerkte, dass in den letzten Jahren von den Schülern gute, aber auch schlechte Noten geschrieben worden seien. Dennoch habe man in der Altenkunstadter Schule gelernt, dass man nach dem Hinfallen auch wieder aufstehen muss: Das Endziel erfolgreiche Prüfungen war gesetzt und wurde erreicht.
Als sehr lehrreich bezeichnete er Fahrten ins ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg und zum ehemaligen Reichstaggelände in Nürnberg. Er dankte besonders den beiden Klassenleiterinnen Rita Hetzel und Sabine Reuther für Geduld, Strenge und Hingabe und überreichte ein Geschenk der Schüler.


Wenig aktuelle Vergleiche

Die Sprecher der 9. Klassen, Maximilian Kraus und Jannik Maisel, erinnerten an die Reden von guter Erntezeit oder sportlichem Erfolg im Fußball bei Abschlussfeiern, was 2018 beides nicht möglich sei. "Von Anfang bis zum Ende in diesem Jahr sind wir Legende", meinten sie mit einem Schmunzeln und dankten ihren Lehrkräften Steffen Biskupski und Marion Ullmann.
Klassenbeste waren in der 10aM Judith Wicklein und Clemens Deerberg mit einem Notenschnitt von 1,22; Christa Bauer und Kira Förtsch mit 1,89. Bei der 10bM kam Jonas Lederer auf 2,11, Jannis Albert und Jennifer Ladegast auf 2,44 Notendurchschnitt. In der 9aG schnitten Karina Bayer und Adrian Bornschlegel mit 1,6 sowie Natalie Friedrich mit 1,8 am besten ab; in der 9b hatte Ben Thomas mit 1,6 den besten Schnitt, gefolgt von Pauline Mai mit 1,8 und Janette Feld.