Coronabedingt trafen sich die Mitglieder des Bau-, Umwelt-, Energie-, Landschafts- und Forstausschusses in der Eggerbachhalle, auf die vorher übliche Ortsbesichtigung verzichteten die Marktgemeinderäte. Reinhard Stang (Aktive Senioren) hatte das beantragt, damit keine Karawane von zwölf Autos mit je einem Insassen nach Götzendorf oder Weigelshofen unterwegs sein muss: "Wer sich ein Bild machen will, kann am Wochenende zuvor die Situation anschauen", war er sich sicher. Martin Albert (JB) und Frederik Jung (BB) bedauerten das: "Ich finde es wichtig, dass wir uns das vor Ort anschauen", so Jung.

Den Antrag eines Anwohners in Weigelshofen auf Verlängerung der Natursteinmauer lehnten die Marktgemeinderäte mehrheitlich ab. Die Verwaltung hatte dazu die Grünordnungsplanerin Sonja Pelz-Lindner befragt, die zwar zugab, dass eine solche Natursteinmauer dem steilen Hang einen optischen Halt verleihen würde, technisch jedoch nicht notwendig sei. Die Wurzeln der Büsche böten genügend Halt. Der Hang selbst befindet sich zum Teil in privatem, zum Teil in gemeindlichem Besitz. Sollte sich die Situation am Hang im Lauf der Zeit verändern, will der Marktgemeinderat erneut darüber beraten.

Ein Anwohner aus Unterstürmig nutzt seit vielen Jahren seine teilweise über Gemeindegrund führende Auffahrt. Weil er diese mit einem Fugenpflaster befestigen will, beantragte er bei der Marktgemeinde eine Genehmigung und wünscht eine Beteiligung der Kommune an den Kosten. Während der Ausschuss einstimmig der Befestigung zustimmte, lehnte er eine Kostenbeteiligung der Kommune ab: Die Zufahrt dient ausschließlich dem betroffenen Privatanwesen. "Wir könnten doch die Fläche den Anliegern anbieten", schlug der Zweite Bürgermeister Georg Eismann (CSU) vor. Bürgermeister Claus Schwarzmann zeigte sich einverstanden: "Wir klären ab, ob dort Leitungen liegen".

Der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses im Bebauungsgebiet "Schottwiesen Ost" stimmten die Räte nicht zu: "Ein Baukörper dieser Dimension passt dort nicht rein", urteilte Schwarzmann. Mit den Arbeiten für die Verlängerung des Schmutzwasserkanals in Schirnaidel beauftragten die Marktgemeinderäte die Firma Schwarzmann aus Unterstürmig.