SPD, Grünes Bamberg und BaLi sind für die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen bei der Stadt Bamberg. "Menschen, die in der Arbeitswelt keine Sicherheit vorfinden, haben auch keine Sicherheit im Privatleben. Deshalb darf der öffentliche Dienst nicht Schlusslicht, sondern muss Vorreiter bei der Vermeidung befristeter Arbeitsverträge sein", so Felix Holland, SPD-Stadtrat und Kreisvorsitzender, in dem Pressebericht seiner Partei.

In einem gemeinsamen Antrag fordern Holland, Karin Einwag (Grünes Bamberg) und Stephan Kettner (BaLi) den Verzicht auf sachgrundlose Befristungen bei der Ausgestaltung der Arbeitsverträge der Stadt und den verbundenen Tochterfirmen. Bei bereits im Betrieb befindlichen Beschäftigten möchten die Antragsteller, dass eine Prüfung erfolgt, ob der Arbeitsvertrag in eine unbefristete Weiterbeschäftigung umgewandelt werden kann. Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes seien gute Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven für die Beschäftigten. "Mit befristeten Jobs gewinnt man keine engagierten Beschäftigten und man wird im Wettbewerb mit privaten Arbeitgebern das Nachsehen haben", befürchtet Holland. "Besonders junge Berufstätige sind mit prekären Arbeitsverhältnissen in einer unsicheren Lage und benötigen mehr Planbarkeit für ihr berufliches und privates Leben", unterstreicht Karin Einwag. Kettner kritisiert auch die betrieblichen Folgen für die Beschäftigten: "Häufig wird die sachgrundlose Befristung genutzt, um die Probezeit zu verlängern und das Betriebsrisiko auf den Rücken der Beschäftigten abzuwälzen." Die Stadträtin von Grünes Bamberg stellt die Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes heraus: "Öffentliche Arbeitgeber müssen hier mit gutem Beispiel vorangehen und unsichere Beschäftigungsverhältnisse sollten zukünftig der Vergangenheit angehören." red