Ohne Kredite kann die Gemeinde Oberreichenbach, die bereits seit 2007 schuldenfrei ist, auch in diesem Jahr ihre geplanten Investitionen schultern. Kämmerin Katy Schumann stellte dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan vor.
Der Verwaltungshauhalt schließt mit einem Überschuss von 143 000 Euro ab und kann dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Eine Steigerung gibt es insbesondere bei den Personalkosten, die sich um 51 000 Euro auf 860 000 Euro erhöhen. Die Steigerung sei im Wesentlichen auf den Personalbedarf der Kindertagesstätte sowie Tariferhöhungen zurückzuführen. Nach Abzug der staatlichen Förderung und der Elternbeiträge verbleiben bei der Gemeinde für den Betrieb der Kindertagesstätte und des Horts Kosten von 298 000 Euro.


17 Bauplätze sind schon verkauft

Größter Einzelposten auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushaltes ist die Kreisumlage mit 566 000 Euro, dazu kommt eine Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal in Höhe von 189 000 Euro. Die Beteiligung an der Einkommenssteuer soll bei rund 856 000 Euro liegen, beim Gewerbesteueraufkommen sind Einnahmen in Höhe von 145 000 veranschlagt.
Im Vermögenshaushalt wurde für das Jahr 2018 insgesamt ein Investitionsbedarf von mehr als 3,7 Millionen Euro festgestellt. Davon entfallen allein zwei Millionen Euro auf die Erschließungsmaßnahmen für das Baugebiet Lohbeet.
Im neuen Baugebiet sind 50 Bauplätze entstanden. Ein Teil davon konnte bereits 2017 verkauft werden. Für die verbleibenden 33 Grundstücke wird angenommen, dass die Verkäufe noch in diesem Jahr abgewickelt werden können.


Die Rücklage wächst

Auch der Krippenanbau ist weitgehend fertiggestellt und bereits bezogen. Gefördert wird der Bau aus Landes- und Bundesmitteln mit insgesamt 782 000 Euro, so dass der Eigenteil der Gemeinde Oberreichenbach gerade einmal bei ungefähr 87 000 Euro liegen dürfte. Insgesamt ergibt sich im Vermögenshaushalt ein Überschuss von 273 000 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird. Diese wird zum Jahresende einen Bestand von etwa 1,6 Millionen Euro aufweisen.
Zum Neubaugebiet "Lohbeet" erklärte Bürgermeister Klaus Hacker (FW), dass die Nachfrage nach Grundstücken für Einfamilienhäuser hoch sei und es für die geplanten sechs Kettenhäuser keine Interessenten geben würde. Das Gemeindeoberhaupt will Leuten mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen eine Chance geben, ein Einfamilienhaus zu bauen, und schlug eine Änderung des Bebauungsplanes vor. Deshalb werden die Grundstücke für die geplanten Kettenhäuser in Grundstücke für Einfamilienhäuser umgewandelt.
Beschlossen wurde auch die Erweiterung des Urnengrabfeldes um 19 Grabfelder. Die Investition wird sich auf rund 15 000 Euro belaufen, erklärte der Bürgermeister. Auch in die Feuerwehr und in das Kindergartengebäude wird die Gemeinde investieren. So soll die Heizung für beide Gebäude erneuert werden.