Die oberfränkische Basketball-Saison startet mit Verspätung. Der Bezirksvorstand um den Vorsitzenden Simon Moritz (Kulmbach) hat am Mittwochabend beschlossen, den Beginn der Saison um vier Wochen auf das Wochenende 24./25. Oktober zu verschieben. Dadurch entfallene Spieltage werden am Saisonende nachgeholt. Die Pokalwettbewerbe im Bezirk, die an diesem Wochenende hätten beginnen sollen, werden ersatzlos gestrichen, auch um am Saisonende Spielraum für Nachholspiele zu schaffen.

"Wir sehen es als unsere vorrangige Aufgabe, einen Spielbetrieb grundsätzlich zu ermöglichen - wollen aber natürlich auch niemanden ,zwingen', sich gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Ebenso ist uns bewusst, dass es mancherorts noch organisatorische Probleme gibt (Hallenverfügbarkeit, Hygieneauflagen) und man einkalkulieren muss, dass sich Infektionslagen in einzelnen Landkreisen - wie aktuell etwa im Landkreis Kulmbach - sehr schnell verändern können", hieß es im Schreiben des Bezirksvorstands, das an alle Vereine ging.

Rückzüge straflos möglich

Darüber hinaus erhalten alle Vereine das Recht, Mannschaften bis zum 18. Oktober ohne Strafgebühren vom Spielbetrieb zurückzuziehen, sei es aus gesundheitlichen Bedenken oder aus organisatorischen Gründen.

"Wir hoffen, mit diesen Entscheidungen etwas Zeit zu gewinnen, um einzelne Probleme mit Hallenbelegungen, Hygienekonzepten et cetera noch lösen zu können und allen Mannschaften eine Saisonvorbereitung zu ermöglichen. Betonen wollen wir aber: Ein gesundheitliches Restrisiko kann niemand von uns ausschließen, solange die Pandemie besteht. Daran ändert natürlich auch ein verspäteter Saisonstart erstmal nichts. Ob man sich für sein Hobby einem gesundheitlichen Risiko aussetzen möchte, bleibt letztendlich - wie in den meisten anderen Lebensbereichen auch - eine individuelle Entscheidung", teilte Bezirksvorsitzender Moritz mit. red