Das Ergebnis des Auswahlverfahrens im Zusammenhang mit der Breitbandförderung stellte Matthias Hornung vom Büro Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein den Bad Brückenauer Stadträten vor. Einziger Anbieter für die Maßnahme, die eine bessere technische Versorgung bringen soll, war die Telekom.
In seinem Angebot geht das Unternehmen von einer sogenannten Versorgungslücke über 202 600 Euro aus. Dabei handelt es sich nach Auskunft des Experten um jene Summe, die die Telekom für die Erschließung nicht selbstständig aufbringen wird.
Nach einer längeren Diskussion im Gremium, bei der Hornung etliche fachspezifische Fragen detailliert beantworten musste, fasste der Stadtrat den einstimmigen Beschluss, den Auftrag an die Telekom zu vergeben. Das geschieht vorbehaltlich der Freigabe der Offerte durch die Regierung von Unterfranken.
Der Ausbau im Hinblick auf die Verbesserung der Breitbandversorgung soll innerhalb von 48 Monaten nach Vertragsunterschrift erfolgen und betrifft folgende Bereiche: Stockhof (ein Hausanschluss), Stockpapiermühle (drei Hausanschlüsse), Röderhof (ein Hausanschluss), Schutzheiligen (drei Hausanschlüsse), Leimbachstraße (zwei Hausanschlüsse) sowie das Wasserwerk. Auf die doch relativ lange Zeit bis zur Verwirklichung angesprochen, erläuterte Hornung den Kommunalpolitikern, dass dieser Umstand momentan "leider traurige Realität" sei.
Die Verwaltung im Rathaus wird bereits im Vorfeld beauftragt, bei der Regierung von Unterfranken einen Zuschuss in Höhe von rund 162 000 Euro gemäß den Richtlinien zur Förderung von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern zu beantragen. Der verbleibende städtische Anteil an den Kosten würde sich somit voraussichtlich auf etwa 40 500 Euro belaufen. Gleichzeitig ermächtigten die Stadträte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU), nach Abschluss der Formalitäten den Kooperationsvertrag mit der Telekom zu unterschreiben.