Mit der offiziellen Anordnung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) hat das Dorferneuerungsverfahren Oberlangenstadt-Hummenberg die nächste wichtige Hürde genommen. Ebenfalls festgelegt wurde das Verfahrensgebiet, das sich auf die Ortslagen von Oberlangenstadt und Teilbereiche von Hummenberg bezieht und circa 35 Hektar groß ist.

Die Anordnung der Dorferneuerung ist ein offizieller Beschluss, der für die im Verfahrensgebiet liegenden Grundstücke gilt und auf den Vorschriften des Flurbereinigungsgesetzes basiert. Die Eigentümer der zum Verfahrensgebiet gehörenden Grundstücke bilden schließlich die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Oberlangenstadt, die in einigen Wochen dann in einer gesonderten Versammlung die Vorstandschaft bestimmen soll.

Die Marktgemeinde Küps, die im März 2017 die Dorferneuerung beantragt hatte, will mit dem Verfahren die innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und die Grundlagen der Landwirtschaft verbessern, dorfgerechte Erschließungseinrichtungen schaffen und das Ortsbild von Oberlangenstadt insgesamt gestalten und erhalten.

Der Bereich um den Mühlbach und die Nageler Straße sowie die Alte Poststraße mit der Alten Schule und der historischen Mühlbachbrücke stehen dabei im Fokus.

Nach der Startphase mit dem Seminar an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim hat das Amt für Ländliche Entwicklung die Voraussetzungen für eine Dorferneuerung und das Interesse der Beteiligten für gegeben erachtet.

"Die Dorferneuerung ist eine wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Oberlangenstadt und Hummenberg; die Planungen hierfür sind unverzüglich zu beginnen". So das Fazit der Anordnung, die vom Amtschef, Leitendem Baudirektor Lothar Winkler, unterzeichnet wurde.

Für private Bau- und Verschönerungsmaßnahmen ist das festgesetzte Verfahrensgebiet eine sehr gute Grundlage. Fast der gesamte Ort Oberlangenstadt bis zum Neuen Ring sowie der Altort von Hummenberg werden umfasst. Bürgermeister Bernd Rebhan freute sich über die Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung und die Bemessung des Verfahrensgebietes (siehe nebenstehende Gebietskarte).

Die Anordnung der Dorferneuerung ist gleichzeitig der Startschuss für die Einreichung von Förderanträgen für Privatmaßnahmen in der Dorferneuerung. Zahlreiche An-, Um- und Ausbaumaßnahmen sowie die dorfgerechte Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie Ersatz- und Neubauten können mit staatlichen Zuschüssen gefördert werden. Auch die dorfgerechte Gestaltung von Vorbereichen und Hofräumen kann Inhalt einer Förderung sein. Private Bauherren erhalten zum einen Fachinformationen und Vorschläge von Experten zur Gestaltung von Gebäuden, Fassaden, Hofflächen und Gärten. Zum anderen gibt es für Baumaßnahmen Zuschüsse bis 30 Prozent der Maßnahme und einem Höchstbetrag von 30 000 Euro je Anwesen. Wichtig ist, dass jede Maßnahme vor Baubeginn beantragt sein und eine schriftliche Zustimmung zum Baubeginn vorliegen muss.

Das Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg nimmt entsprechende Anträge bereits entgegen und steht auch beratend zur Seite. Weitere Auskünfte können jederzeit im Bauamt der Küpser Rathausverwaltung gegeben werden. Gerne stellt die Marktgemeinde auch Antragsunterlagen und ein Infoblatt über die Fördermöglichkeiten zur Verfügung. red