Die Stadt strebt die Erstellung eines Sanierungs- und Strukturkonzeptes bezüglich der Wasserversorgung an und hat diesbezüglich schon Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen aufgenommen. "Wir werden die Kommunen wo immer möglich unterstützen um ihre Pflichtaufgabe, die gesicherte Versorgung mit einwandfreien Trinkwasser, zuverlässig erfüllen zu können", heiß es von dort.

Derzeit keine Fördermittel

Bürgermeister Michael Kastl (CSU gab bei der Stadtratssitzung zu, dass der Stadtrat in letzter Zeit immer wieder Konzepte auf den Tisch bekommt. Er nannte aber seine Gründe dafür. Die Wasserversorgung stoße in manchen Gemeinden schon an ihre Grenzen. Münnerstadt habe zwar noch genügend Trinkwasser, aber: "Wir wollen Fördermittel und wir wollen den Schwimmbadweg beurteilen lassen", sagte Michael Kastl. Ausgerechnet bei der wichtigen Trinkwasserversorgung gebe keinerlei Zuschüsse. Das soll sich durch das Konzept ändern.

Ein weiterer Aspekt: Möglicherweise lässt sich der Schwimmbadweg so ausbauen, dass bei einem Unfall keine Gefahren für das Trinkwasser bestehen, wodurch möglicherweise die seit Jahrzehnten geforderte Karlsberganbindung nicht mehr nötig wäre. Auch das soll bei dem Konzept mit einfließen.

Aus dem Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes geht klar hervor, dass ein ins Auge gefasstes Wohngebiet östlich des Schwimmbadweges aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht befürwortet werden kann. Das Baugebiet ist damit vom Tisch, was Johannes Wolf (Grüne) ausdrücklich begrüßte. "Da kommt was auf uns zu, was die Wasserversorgung betrifft", meinte der Bürgermeister. "Die Brunnen sind in Ordnung", hielt Norbert Schreiner entgegen. Das bestätigte Michael Kastl auch, die Frage sei aber, wo das Wasser herkommt.

Sie tue sich mit immer neuen Studien schwer, sagte Rosina Eckert (Forum Aktiv). Britta Bildhauer (SPD) wollte wissen, was so ein Konzept kostet. Die Vergabe werde er sowieso noch einmal im Stadtrat entscheiden lassen, antwortete Michael Kastl. Es könnten um die 30 000 Euro sein. "Ich halte das für äußerst sinnvoll und erhoffe mir die Wasserversorgung zukunftssicher zu machen und Fördermittel zu bekommen. Außer Rosina Eckert und Norbert Schreiner stimmten alle anwesenden Stadträte zu.

"Wir hoffen", dass die Stadt Münnerstadt sich weiterhin mit den Problemen und Fragen ihrer Wasserversorgung intensiv beschäftigt und dass die Stadt den Schritt, das Wasserschutzgebiet neu festzulegen konsequent angeht", hatte das Wasserwirtschaftsamt geschrieben. Es bedürfe dringend einer Überarbeitung. Die Stadt hat nun einen ersten Schritt in diese Richtung getan.