Die sozialen Betriebe der Laufer Mühle bieten Menschen, die wegen Sucht, psychischer Erkrankungen oder ähnlichen Umständen aus dem Arbeitsleben "herausgefallen" sind, weitreichende Unterstützung. Dabei bekommen sie wertvolle Hilfe vom Freundeskreis der Laufer Mühle. Dessen Vorstand unter dem Vorsitz von Sparkassendirektor Reinhard Lugschi trägt dafür Sorge, dass immer dann dringend benötigte Gelder zur Verfügung stehen, wenn keine sonstige Finanzquelle vorhanden ist.
Dabei steht das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe" im Vordergrund: Jede Spende, die vergeben wird, muss dem Ziel dienen, Mobilität, Qualifikation, Arbeitsmöglichkeiten und idealerweise sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für die Klienten der Laufer Mühle zu schaffen. Um sich dessen zu vergewissern, hält der Vorstand des Freundeskreises regelmäßig seine Sitzungen an den verschiedenen Betriebsstätten der sozialen Betriebe ab. Außerdem wollen Reinhard Lugschi und sein Team den Mitarbeitern sowie den Bewohnern, die dort arbeiten, Anerkennung für ihre Leistung zollen und einen Einblick in die Arbeit bekommen, um noch gezielter und effektiver zu helfen.


Erweiterte Öffnungszeiten

In der jüngsten Sitzung durften sie dabei sogar ein wenig schlemmen, denn der Weg führte sie ins Café am Marktplatz in Adelsdorf. Die neue Café-Chefin Tanja Münch und ihr Team verwöhnten den Vorstand mit Häppchen und selbst gemachtem Eis und informierten dabei über das neue Konzept.
"Wir wollen viele Zielgruppen erreichen und neue Angebote schaffen. Statt einer Speisekarte wird es saisonale Speisen geben, damit wir unseren Gästen viel Abwechslung bieten können. Außerdem haben wir die Öffnungszeiten erweitert und sind nun von Montag bis Freitag von 8.30 bis 19 Uhr da und sonntags von 10 bis 13 Uhr".
Ferienfrühstück für Schüler, Angebote für Familien und Senioren, Sonderaktionen zu gemeindlichen Veranstaltungen und eine Verschönerung der Räumlichkeiten und des Außenbereichs sind geplant. "Außerdem wollen wir noch viel deutlicher herausstellen, dass wir nicht einfach nur ein Café sind, sondern dass wir Arbeitsplätze für Menschen schaffen, die sonst kaum Chancen hätten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen". Dabei meint Tanja Münch nicht nur die Service-Kräfte im Café selbst, sondern auch die "Zulieferer" in der Küche, in der Bäckerei und der Eis-Manufaktur der Laufer Mühle. "Viele Gäste wissen gar nicht, dass bei uns sogar die Brötchen und Brezen hausgemacht sind."
Der Vorstand des Freundeskreises zeigte sich beeindruckt von dem Ideenreichtum des Teams und erklärte sich gerne bereit, die neue Außenbestuhlung, Dekoration und die ersten Anschaffungen für das neue Konzept zu übernehmen. red