Heinrich Nebendahl, der am Dienstag 90 Jahre alt geworden ist, ist ein echter Überzeugungs-Coburger. Er erblickte zwar am 26. Juni 1928 in der Freien und Hansestadt Hamburg das Licht der Welt. Aber seit 1985 wohnt er in Coburg, das ihm mittlerweile sehr an Herz gewachsen ist. Seine Eltern waren Max Paul Friedrich Nebendahl und dessen Ehefrau Hartha Henriette Friederike. Der Vater hatte im Hamburger Hafen gearbeitet. Seine Mutter war als Hauswirtschafterin in gehobenen hanseatischen Haushalten tätig. "Wir waren eine innig verbundene Familie", erinnert sich Nebendahl an seinem Jubiläumsgeburtstag. Aber das Familienglück war eigentlich nur von relativ kurzer Dauer. Eine Schwester verstarb früh im Kindesalter. Die Eltern und ein Bruder kamen im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Nebendahl: "Das waren sehr schlimme Momente."
1943 startete Heinrich Nebendahl eine landwirtschaftliche Berufsausbildung. Er kam anschließend zum Militär. Er war kurz in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1948 begann Heinrich Nebendahl ein Bergbaustudium an der Bergbauschule Duisburg Hamborn. Der Bergbauingenieur ging 1983 in den Ruhestand. 1985 zog es Heinrich Nebendahl nach Coburg. Er wurde Mitglied im Alpenverein.


"Wir sind alle happy!"

Dort lernte er seine Lebensgefährtin Christa Limmer bei einer Wanderung kennen. Und die hat zwei Töchter: Petra und Heike. Dazu kommen noch Christas Enkel Fiona, Marvin, Laura, Lisane und Sina-Marie. Und so wurde Heinrich Nebendahl Großvater. "Ich bin gerne Opa", bekannte das 90-jährige Geburtstagskind an seinem Festtag. "Wir sind alle happy!", fügte er hinzu. Heinrich Nebendahl führt weiterhin seinen eigenen Haushalt im Stadtquartier Stets am Bach. Er wird dabei auch vom Sozialdienst der Caritas unterstützt. Aber sogleich packen Heinrich Nebendahl und Christa Limmer ihre Koffer. Wenn unsere geschätzten Leser diese Zeilen lesen, ist das Paar mit dem Bayerischen Roten Kreuz unterwegs nach Tirol in einer betreuten Urlaubsgemeinschaft. Das Leben geht ja weiter und soll weiter Freude bereiten. mako