Bereits im Januar hatte die CSU-Fraktion im Heßdorfer Gemeinderat einen Antrag zur ökologischen Überarbeitung des Bebauungsplanes "Heßdorf-Süd" gestellt, um eine größere Nachhaltigkeit zu erreichen. Es ging um die Nutzung des Niederschlagswassers und die Verbesserung des Kleinklimas sowie eine klimaneutrale Energieversorgung.

Wie Bürgermeister Horst Rehder (BB) jetzt berichtete, gab es zwischenzeitlich mehrere Abstimmungsgespräche mit dem Planungsbüro TB Markert, um einen antragskonformen Änderungsentwurf zu erarbeiten. Das Planungsbüro nahm dazu wie folgt Stellung: Unverschmutztes Niederschlagswasser ist bereits nach den Festsetzungen des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes nach Möglichkeit auf dem Grundstück zu versickern, außerdem sind Stellplätze, Zufahrten und Wege auf den Grundstücken versickerungsfähig herzustellen. Der abschließende "Festsetzungskatalog" des Baugesetzbuches biete keine Rechtsgrundlage, um die Errichtung von Zisternen verbindlich vorzuschreiben, dies könne allerdings im Rahmen des Grundstücksvertrages vereinbart werden.

Das Anpflanzen von Straßenbäumen wird seitens des Planers als eine für das Mikroklima wertvolle Maßnahme gesehen. Allerdings seien im Zuge des Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan Baumpflanzungen nach einer ausdrücklichen Festlegung des Gemeinderates nicht gewünscht gewesen. Wenn seitens der Gemeinde die Absicht bestehe, Straßenbäume und Begleitgrün innerhalb der Straßenverkehrsfläche zu realisieren, so stünden die Festsetzungen des Bebauungsplanes dem nicht entgegen. Die Pflanzmaßnahmen könnten weitgehend durch den gemeindlichen Bauhof ausgeführt werden.

Zur "Klimaneutralen Energieversorgung" stellten die Planer fest, dass ein Baugebiet auf der "grünen Wiese" niemals klimaneutral sein könne. So entstehe bereits in den Gebäuden gebundene graue Energie und durch die Flächeninanspruchnahme sowie durch die Mobilität ergäben sich weitere Klimafolgen.

Nach Abwägung aller Aspekte und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Maßgaben sei keine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich und es könnten Kosten und Verwaltungsaufwand vermieden werden. Das Gremium folgte dem Beschlussvorschlag ohne Diskussion. sae