Routiniert verlief die Mitgliederversammlung der Kreisvereinigung Lebenshilfe Erlangen-Höchstadt (West) im Pfarrsaal von St. Otto in Herzogenaurach. Auf dem Programm standen der Jahresrückblick, Ehrungen und die Entlastung des Vorstands.
Nachdem das 50. Jubiläum erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, konnte Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Wustmann entspannter auf das abgelaufene Jahr zurückblicken. Der Verein hat derzeit 602 Mitglieder. Besonders hob Wustmann den Festakt zum Jubiläum am 20. Oktober im Herzogenauracher Vereinshaus mit illustren Gästen hervor. Ebenso die Modenschau im Novina-Hotel mit dem Rotary-Club am 29. Oktober mit Kreationen aus dem Hause Murk und des Jungdesigners Felix Flechtner. Nach der Kraftanstrengung im vergangenen Jahr gelte es nun, wieder das Alltagsgeschäft zu bewältigen. Dazu gehöre die Aufstockung der Aurachwerkstatt.
Wustmann sprach sich in seinem Bericht gegen die Kostenübernahme seitens der Krankenkassen für Bluttests zur Feststellung des Down-Syndroms während der Schwangerschaft aus. Die Lebenshilfe hat ein Positionspapier zu dieser Thematik verfasst.
Mit der Aussage: "Das Jahr 2017 hat mit geordneten Verhältnissen geendet" konnte der Kassenprüfer die ordnungsgemäße Führung der Kasse für Verein und Werkstatt bestätigen, so dass die einstimmige Entlastung des Aufsichtsrates, der in dieser Konstellation seit zwei Jahren amtiert, erfolgen konnte.


Bussystem und Wege getestet

Geschäftsführer Josef Hennemann merkte in seiner Rede an, dass das neue Bundesteilhabegesetz einiges verändern werde, zum Beispiel die Wohnsituation. Auf die Träger komme daher massive Mehrarbeit zu.
Im abgelaufenen Jahr habe sich die Lebenshilfe die Frage gestellt: "Wie leben Menschen mit Behinderung im Großraum Herzogenaurach?" und aus diesem Anlass das Bussystem in Herzogenaurach und Wegstrecken unter dieser Fragestellung überprüft. Neu sei die Organisation der Freizeitassistenz, außerdem konnten im Stadtgebiet Wohnungen angemietet werden. Auch die Aurachwerkstatt wachse. "Wachstum und Auslastung ist gut, da können wir zufrieden sein", so Hennemann.
Da die Lebenshilfe im Januar 2018 mit 70 Prozent die Mehrheit an der WAB Kosbach GmbH übernommen habe, mache die Zusammenführung der beiden Bereiche zurzeit viel Arbeit.
Für Wustmann war die Übernahme der WAB Kosbach eine logische Schlussfolgerung: "Es ist etwas zusammengewachsen, was zusammengehört", meinte er nur.
Manfred Welker