Am Samstag, 21. März, findet das letzte Konzert der Saison des VHS-Musikrings um 19.30 Uhr im Kreiskulturraum statt. Das Ensemble "La Selva Armonica" spielt Kammermusik für Flöte, Oboe und Fagott.

Das Holzbläser-Trio "La Selva Armonica" gründete sich im Jahr 2009, um Musik der Klassik auf historischen Instrumenten der Klassik zu spielen. Ulrike Hünefeld (Traversflöte) studierte nach dem Abitur in Neustadt/Aisch an der Hochschule für Musik in München Flöte und legte dort ihr Diplom ab. Im Anschluss spielte sie mehrere Jahre bei den Nürnberger Symphonikern und im Orchester des Landestheaters Coburg. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Orchestermusikerin nahm sie 1994 die Arbeit an der Musikschule Kronach sowie zwei Jahre später an der Berufsfachschule für Musik in Kronach auf, wo sie bis heute pädagogisch tätig ist. Seit der Saison 2011/12 ist Ulrike Hünefeld auch Mitorganisatorin der Konzertreihe "VHS-Musikring" in Kronach.

Astrid Knöchlein (Oboe) war bereits während der Schulzeit Jungstudentin im Fach Blockflöte am "Meistersinger-Konservatorium" in Nürnberg. Nach dem Abitur studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste , wo sie sowohl ihr Lehr- als auch ihr Konzertdiplom mit Auszeichnung abschloss. Anschließend studierte sie historische Oboeninstrumente an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und in Verona und absolvierte ein Masterstudium am Conservatorium van Amsterdam. Astrid Knöchlein ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe.

Geboren in Madison, Wisconsin (USA), lebt Julia Marion (Fagott) seit 2011 in der Dreiländerregion (Grenzgebiet von Deutschland, Frankreich und der Schweiz), wo sie an der Schola Cantorum Basiliensis studierte. Sie konzertiert regelmässig mit dem Ensemble "le buisson prospérant" in Zürich. Außerdem trat sie mit mehreren internationalen Ensembles auf, die sich auf historische Aufführungspraxis spezializiert haben. Julia schloss ihr Studium mit einem Bachelor an der Universität in Madison/Wisconsin (USA) ab, wo sie sowohl modernes als auch historisches Fagott studierte.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert entstand ein neuer Musikstil, in dem die Melodie in den Vordergrund trat, die Harmonien einfacher wurden und die Musik "klassische", klare Strukturen erhielt. Zu dieser Zeit kam auch reine Bläsermusik in Mode. Um 1770 entstanden sogenannte "Harmoniemusiken" - Bearbeitungen bekannter Werke für eine reine Bläserbesetzung, die vor allem bei Freiluft- und Tafelmusiken gespielt wurden. Um der Musiksprache dieser Epoche nahezukommen, spielt das Trio "La Selva Armonica" auf Kopien historischer Instrumente der Klassik. Der Klang dieser Instrumente ist schlank und beweglich, neue Klappenmechanismen an den Instrumenten ermöglichen - im Gegensatz zu den Barockinstrumenten - höhere Virtuosität und Ausgeglichenheit.

Zum Programm des Konzerts: Das Divertimento Nr. 3 in C-Dur ist ein "typischer Mozart" und erinnert an die "Kleine Nachtmusik" sowie an Arien aus Mozarts Opern. Zudem entsteht durch die Besetzung mit nur drei Blasinstrumenten Klarheit und Leichtigkeit.

Für den Londoner Musikliebhaber Lord Abingdon schrieb Joseph Haydn im Jahr 1794 zwei seiner "Londoner Trios" für zwei Flöten und Violoncello. Im Konzert erklingt das erste "Londoner Trio" in C-Dur. Von Alessandro Besozzi erklingt das Trio G-Dur.

Originale, vom Komponisten für Flöte, Oboe und Fagott vorgesehene Werke gibt es in der Klassik nicht allzu viele. Hier wird man fündig bei Jacques Christian Michel Widerkehr, einem gebürtigen Straßburger, der in Paris lebte und wirkte. "La Selva Armonica" musiziert das dreisätzige Trio d-moll in Kronach.

Auch der Italiener Giuseppe Cambini lebte im 18. Jahrhundert in Paris, wo seine gefällige Kammermusik sehr erfolgreich aufgeführt wurde. Seine Trios op. 45 schrieb er ebenfalls original für die Besetzung Flöte, Oboe und Fagott. Zum besseren Verständnis für die Musik und die historischen Instrumente moderieren die Musikerinnen das Programm. red