Früher seien viele Arbeiten im Friedhof ehrenamtlich ausgeführt worden, stellte Walter Jakob (CSU) in der Mühlhausener Gemeinderatssitzung fest. Heute müsse jede Stunde bezahlt werden. Die Kosten für den in kirchlicher Trägerschaft stehenden Friedhof kann die evangelische Kirchengemeinde nicht mehr alleine stemmen. Es lag daher ein Antrag vor, in dem die Kirchengemeinde um Unterstützung bittet.
Und die Kirche darf mit Hilfe rechnen. Denn Herstellung und Unterhalt des Friedhofs sei eigentlich Pflichtaufgabe der Gemeinde, stellte Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) fest. Wie diese Unterstützung aussehen soll, müsse jedoch noch vereinbart werden. Ob es eine rein finanzielle sein solle oder eine durch "Manpower". Wobei dem Gemeindechef die finanzielle Hilfe wohl die angenehmere wäre. "Dann müssen wir nicht organisatorisch tätig werden." Fakt ist, so der Text des Antrags von Pfarrer Andreas Sauer, der die Vakanz betreut, dass die Kirchengemeinde regelmäßig Defizite für den Friedhof auffangen muss. Allein für das Jahr 2017 seien das 1689 Euro gewesen.


Trägerschaft soll nicht wechseln

Das Friedhofswesen werde durch die Landeskirche nicht mit Zuweisungen bedacht, heißt es im Schreiben weiter. Allein sei die Kirchengemeinde dazu haushaltsrechtlich nicht mehr in der Lage, weshalb regelmäßig Entnahmen aus den Rücklagen notwendig würden. Neben einer wie auch immer gearteten Beteiligung der Gemeinde wurde als weitere Möglichkeit in den Raum gestellt, dass die Friedhofsträgerschaft auch an die Gemeinde übergehen könne. "Wenn die Gemeinde die Trägerschaft übernehmen müsste, wären die Gebühren bedeutend höher", ist sich Bürgermeister Faatz sicher. Er schlug daher vor, sich "in kleiner Runde" mit den Verantwortlichen der Kirche an einen Tisch zu setzen und über die Modalitäten einer Beteiligung zu diskutieren. Die Entscheidung über den Punkt wurde bis dahin vertagt. See