Die Mitglieder des Umwelt- und Werkausschusses befassten sich an ihrer Sitzung am Dienstag im Landratsamt in Haßfurt auch mit dem Geschäftsbericht des Abfallwirtschaftsbetriebes für das Jahr 2017. Geschäftsleiter Wilfried Neubauer stellte diesen vor. Dabei schloss der Bericht mit einem "kalkulierten Verlust" von rund 541 000 Euro ab, während sich der Umsatz auf rund 15 518 000 Euro belief. Neubauer sprach von einem guten Jahr 2017.
Der Gebührenüberschuss werde noch bei der Kalkulation für die Rechnungsjahre 2019 bis 2022 zur Sprache kommen. Er sei zuversichtlich, dass man dadurch die Gebühren halten könne oder zumindest nur geringfügig anheben müsse. Natürlich müsse man auch Rückstellungen bilden für die Rekultivierung der Deponie in Wonfurt, die mit insgesamt 7,7 Millionen Euro veranschlagt sei. 100 000 Euro seien schon verbraucht. Dabei gehe es vorwiegend auch um die Abführung des Sickerwassers.
Hinsichtlich der Gebührenkalkulation, die zum 1. Januar 2016 neu festgesetzt wurde, zeige sich im Hausmüllbereich und der Gebührennachkalkulation 2017 ein laut Neubauer "gewollter Fehlbetrag" von rund 175 000 Euro. Um diesen Betrag sei die Rückstellung für Gebührenüberschüsse aus Vorjahren aufzulösen. Der Gebührenkalkulationszeitraum ende zum 31. Dezember 2018. Deswegen werde im Herbst 2018 die Gebührenbedarfsrechnung für die zeit 2019 bis 2022 erstellt.
Zur Sprache kamen auch die Abfallvermeidungsmaßnahmen mit den Einrichtungen "Möbel-Z.A.K." und den vier "Wühlkisten". Für diese Projekte stehe die Forderung, dass das Defizit jeweils 130 000 Euro im Jahr nicht übersteigen dürfe. Das gelang: "Möbel-Z.A.K" machte rund 115 000 Euro minus, die "Wühlkisten" rund 82 000 Euro. gg