Zu Gast in der Hallstadter Stadtratssitzung war Jennifer Pohl, Kommunalbeauftragte für Mobilfunk in Nordbayern von der Deutschen Telekom. Ihr Thema war der geplante Mobilfunkmast im Norden der Stadt - mit ihm hatte sich der Stadtrat bereits mehrfach befasst.

Letzter Stand: Der Mast könnte zwischen den Bahngleisen und der Firma John, also auf Höhe der Sportplätze, errichtet werden. Pohl erklärte, warum der Mast notwendig sei. Es gelte zum einen, Versorgungslücken zu schließen, zum anderen habe die Telekom als Netzbetreiber den Auftrag vom Bundesverkehrsministerium erhalten, die Bahnstrecken flächendeckend zu versorgen.

Seit 2014 laufe in Hallstadt bereits die Standortsuche. Die Vertreterin der Telekom wies auch darauf hin, dass die Strahlung eines Mastes höher sei, je weiter er von dem zu versorgenden Gebiet entfernt sei. Daher wäre ein Standort noch weiter im Norden nicht sinnvoll.

Veit Popp fasste das Dilemma zusammen: "Einerseits müssen wir Stadträte die Bürger vor der Strahlung schützen, genauso aber auch eine gute Versorgung ermöglichen." Er stellte viele Fragen, unter anderem nach der Zahl der Mobilfunkstandorte der Telekom in Hallstadt (aktuell rund eine Handvoll) und nach der Aufrüstbarkeit vorhandener Standorte.

Pohl informierte dazu, dass die Telekom liebend gern einen vorhandenen aufrüsten würde, da ein neuer Standort zwischen 200 000 und 500 000 Euro koste - die vorhandenen Masten seien aber zu weit weg.

Harald Werner (SPD) wollte wissen, ob auch andere Netzbetreiber einen möglichen neuen Mast mitnutzen könnten. Pohl bejahte dies, dennoch sei es aber möglich, dass auch andere Standorte gesucht würden.

Nach längerer Diskussion und der Fragerunde vertagte der Stadtrat das Thema. Bürgermeister Söder meinte, jeder Stadtrat solle sich noch einmal persönlich Gedanken zu dem Thema machen.

Klar sei: Der über 30 Meter hohe Mobilfunkmast werde in irgendeiner Form kommen - sollte die Telekom kein städtisches Grundstück finden, könnte sie auf Private zugehen. Dann habe die Stadt aber keinen Einfluss auf den Standort.

Mehr Parkraumüberwachung

Beschlossen wurde vom Stadtrat, das Stundenkontingent für die Verkehrsüberwachung zu erhöhen. Aktuell sind für die Parkraumüberwachung 20 Stunden pro Monat bei einem Dienstleister gebucht, künftig sollen es doppelt so viele sein.

Ute Sommer (Grüne) meinte, besonders vor der Schule solle zum Beginn des neuen Schuljahrs verstärkt kontrolliert werden. Und Ludwig Wolf wünschte sich, dass gerade die neu gestalteten Bereiche, wo es auch neue Stellplätze gebe, zu berücksichtigen, bis alles in geordneten Bahnen verlaufe. Die Kosten betrugen bisher rund 20 000 Euro pro Jahr und dürften sich nun fast verdoppeln. Kämmerer Markus Pflaum erklärte, die Kosten würden nahezu durch die Einnahmen aus der Überwachung gedeckt.