JOsef Hofbauer

Fast ein Jahr ist es her, dass die Kirchehrenbacher Gemeinderäte beschlossen haben, an den Ortsausgängen Richtung Forchheim, Leutenbach und Ebermannstadt sogenannte Mitfahrbänke aufzustellen. Das Projekt liegt irgendwo zwischen Nachbarschaftshilfe, Mitfahrzentrale, Bürgerbus und Trampen. Gedacht sind die Mitfahrbänke für Personen, denen der Weg zum Bahnhof zu weit ist und die nicht mehr selbst Autofahren können oder wollen.
Die Umsetzung indes dauert. "Die Bank ist nichts Besonderes. Sie sieht so aus, wie die Bank, die wir beim Friedhof aufgestellt haben", informiert Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD). Sie wartet seit geraumer Zeit auf die Schilder, die neben den Mitfahrbänken angebracht werden sollen und dem Autofahrer verraten, wo die Leute hin wollen. Sobald die Schilder eintreffen, sollen die Mitarbeiter des Bauhofes die Mitfahrbänke aufstellen. Einen Zeitpunkt, wann das Projekt starten soll, nennt Anja Gebhardt nicht.
In Bräuningshof dagegen läuft das Projekt seit einem Jahr mit Erfolg. Findet zumindest Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB). Auslöser, die Senioren-Variante des früher sehr verbreiteten Trampens einzuführen, war die fehlende Buslinie nach Bubenreuth. Es sei nicht darum gegangen, eine Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr aufzubauen, vielmehr konnte durch die Mitfahrbänke eine Versorgungslücke geschlossen werden, zeigt sich Bürgermeister Siebenhaar mit der Neuerung zufrieden.
Dieser Bürger-Service funktioniert bestens. Selbst Ortsfremde, die auf der Mitfahrbank Platz nehmen, werden problemlos mitgenommen. Binnen kürzester Zeit. Ein Erfolgsmodell, das Siebenhaar dem Gemeinderat Unterleinleiter in einer Sitzung wärmstens an Herz gelegt hatte. Und das auch sofort ankam.
Bürgermeister Gerhard Riediger (NWG) aus Unterleinleiter wartete lange auf die Lieferung der Schilder für die Mitfahrbänke, deren Anschaffung der Gemeinderat im April dieses Jahres beschlossen hat. Jetzt sind sie eingetroffen.
Am Dienstag, 7. August, soll die erste Bank um 10 Uhr am Dorfladen in Unterleinleiter aufgestellt werden. Bürgermeister Riediger will höchstselbst ausprobieren, wie die neue Einrichtung funktioniert und hofft auf eine Probefahrt nach Dürrbrunn.