Der Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus organisiert am kommenden Samstag, 7. April, eine Wallfahrt zur 35 Kilometer entfernten Basilika Vierzehnheiligen in Erinnerung an das dramatische Grubenunglück Ostern 1879 in der Stockheimer Steinkohlengrube "Maxschacht".
Damals konnten nach viertägiger Verschüttung im Berg zwölf bayerische und thüringische Bergleute am Ostermontag aus ihrem unterirdischen Verlies glücklich gerettet werden. Ende Mai 1879 lösten die Knappen ihr Versprechen an die 14 Nothelfer ein und pilgerten barfuß zum Gnadenort, um Gott für die Befreiung zu danken. Damals jubelten auf dem Weg zahlreiche Bewunderer den Stockheimer Bergleuten zu, die noch im gleichen Jahr eine aussagestarke Votivtafel für Vierzehnheiligen stifteten.


Start gegen 5 Uhr

Der Förderverein Bergbaugeschichte nimmt unter der Leitung von Wanderführer Günther Scheler dieses spektakuläre Ereignis zum Anlass, mit einer Wallfahrt an das dramatische Geschehen in der einstigen Maxschachtgrube zu erinnern.
Gegen 5 Uhr starten die Stockheimer von der St.-Wolfgangskirche aus - Diakon Wolfgang Fehn erteilt den Wallfahrersegen - in Richtung Vierzehnheiligen.
Die Route führt über Mitwitz, Neuses am Brand nach Neuensee. Dort findet die erste Rast statt. Gerwin Eidloth und Renald Steger kümmern sich um die Verpflegung. Weiter führt der Weg über Lichtenfels nach Vierzehnheiligen. Wie in den vergangenen Jahren, werden die Stockheimer an einigen Punkten innehalten, um gemeinsam zur Erinnerung an das Unglück von 1879 zu beten.
Der Einzug zum Wallfahrergottesdienst in die Basilika erfolgt um 15.15 Uhr. Für den kirchlichen Teil ist der Wallfahrtsführer Peter Capec vom Förderverein zuständig. Nach dem Dankgottesdienst treffen sich die Teilnehmer in der Brauereigaststätte Trunk. Die Rückreise, so Günther Scheler (Telefon 09265/1750), müsse jeder selbst organisieren. gf