Am 21. Spieltag kommt es in der Kreisliga Coburg am Sonntag (16 Uhr) zum direkten Verfolgerduell zwischen der TSG Niederfüllbach und dem SV Türkgücü Neustadt.

Auch nach der Pandemie-Pause gaben sich diese beiden Teams keine Blöße und siegten ebenso wie Spitzenreiter Meeder. Das Tageblatt fragte daher bei Sinan Uyan nach, welche Rolle die Neustadter Bullen im Aufstiegsrennen spielen.

Als erfahrener Spieler und Betreuer der zweiten Garde sind Sie bei Türkgücü Neustadt eng an der Mannschaft. Wie ist die Stimmung nach der langen Vorbereitung und sind alle Mann an Bord?

Sinan Uyan: Als ältester Spieler im Kader versuche ich, den Jungs immer zu helfen und sie beim Training oder am Spielfeldrand, vor allem wenn beide Trainer spielen, zu unterstützen. Nach der Pandemie ist die Stimmung intern super und das war für mich vorher nicht ganz so zu erwarten. Die Trainingsbeteiligung und der Einsatz in der Vorbereitung war hervorragend. Alle Mann ziehen voll mit, außer unser Abwehrchef Cemar Daghan.

Er erlitt einen Achillessehnenriss und wird uns bis zum Saisonende leider fehlen. Wir versuchen ihn natürlich so gut es geht zu ersetzen. Immerhin hilft er uns auch neben dem Platz mit vielen Gesprächen und seiner Präsenz.

Zuletzt drehte Türkgücü gegen die verstärkte Landesligareserve der Coburger zwei Rückstände in einen Sieg. Ist das die Moral eines Aufsteigers?

Coburg ist eine junge, lauffreudige und spielstarke Mannschaft und es war das erwartet harte Auftaktspiel. Unsere Elf hat aber nach den Rückschlägen immer an sich geglaubt und viel Moral bewiesen. Ich glaube schon, dass dies entscheidende Faktoren im Aufstiegsrennen sind und ich hoffe, dass uns diese Moral und Einstellung erhalten bleibt. Nur so können wir unser Ziel tatsächlich erreichen.

Das Hygienekonzept ist derzeit in aller Munde. Wie zufrieden waren Sie am ersten Spieltag und worauf liegt der Fokus?

Es waren zuletzt harte Wochen für alle Vereine und natürlich steht die Gesundheit jedes Spielers, Funktionärs und Zuschauers an erster Stelle. Wir haben das BFV-Konzept nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt und danken allen, die dabei geholfen haben und sich daran gehalten haben. Der Fokus ist und bleibt, die Regeln zu beachten, so dass wir alle unsere Spiele absolvieren können. Ich wünsche jedem Verein der Liga und darüber hinaus, dass er von Covid-19, aber auch von allen anderen Verletzungen verschont bleibt.

Am Sonntag gastieren Sie zum Spitzenspiel in Niederfüllbach. Was für ein Spiel bekommen die Zuschauer zu sehen?

Die TSG ist eine sehr starke Mannschaft, die mit dem 1:0 gegen Weidhausen auch siegreich nach der Pause startete. Für mich ist das direkte Duell schon ein kleines Finale, auch wenn es noch viele Partien danach gibt. Gerade diese Sechs-Punkte-Spiele werden vermutlich den Unterschied am Ende der Saison ausmachen. Was uns beziehungsweise die Zuschauer genau erwartet, ist vermutlich für beide Seiten noch eine Überraschung, da das eine Pflichtspiel nach der langen Pause noch nicht aussagekräftig ist. Fakt ist, Niederfüllbach ist Zweiter und hat Heimrecht, daher sind sie Favorit. Unsere Jungs sind aber heiß und topfit. Der ganze Verein steht hinter uns und daher werden wir 90 Minuten Vollgas geben und werden dann sehen was rauskommt. red