Zur feierlichen Abschlussfeier der Privaten Wirtschaftsschule Lichtenfels begrüßte der stellvertretende Schulleiter Jörg Mausolf im Stadtschloss neben den Ehrengästen und den Schülereltern vor allem die Absolventen der drei Abschlussklassen. "Ihr habt als erster Jahrgang den Abschluss nach dem für alle Schularten neu erstellten zukunftsorientierten LehrplanPlus erfolgreich abgelegt", lobte Schulleiter Thomas Kaiser die Entlassschüler.
Diese erste kompetenzorientierte Abschlussprüfung habe einiges an "Plus" mit sich gebracht. Zunächst seien die Lehrkräfte gefordert gewesen, denn die neuen Fächer Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle, Wirtschaftsgeografie sowie Informationsverarbeitung hätten eine Neuausrichtung bei den Inhalten verlangt. Aber auch die Schüler hätten diese Umstellung gut gemeistert.
"Ihr musstet mehr Selbständigkeit zeigen, Probleme lösen, ohne, dass jeder Schritt vorgegeben war und im Gruppenunterricht nach gemeinsamen Lösungen suchen", betonte Kaiser. Die Abschlussprüfung habe bewiesen, dass die Schüler das selbstständige Arbeiten gelernt und die dazu notwendigen Kompetenzen erworben hätten. Die Schüler hätten nun die Aufgabe, dieses mit dem Schulabschluss erworbene Plus einzusetzen und den nächsten Schritt in ihre Zukunft zu gehen. "Ihr seid gut vorbereitet auf diesen Weg in die Zukunft, wenn ihr Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeitssinn, Fairness, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit sowie Lern- und Leistungsbereitschaft einbringt", bekräftigte der Schulleiter. Er erinnerte an den heute noch geltenden Ausspruch des im 4. Jahrhundert vor Christus lebenden griechischen Philosophen Aristoteles: "Ausbildung ist der beste Reiseproviant für die Reise zum hohen Alter". Die Basis dazu hätten sie gelegt, sie müssten diesen Weg nur weiter verfolgen.
Bürgermeister Andreas Hügerich, der nach der hervorragenden Absolvierung des Langdistanz-Triathlons in Roth vor wenigen Wochen als frisch gebackener "Ironman" begrüßt wurde, nahm auf diesen Wettbewerb Bezug: So wie bei diesem Wettkampf hätten sich die Schüler gründlich vorbereiten müssen und Tugenden wie Ehrgeiz, Ausdauer, Durchhaltevermögen und Leistungsbereitschaft zeigen und vor allem an sich glauben müssen, um das angestrebte Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Mit der erfolgreichen Abschlussprüfung hätten sie nun das erste Ziel erreicht, lobte er sie. Helmut Fischer freute sich, dass er als Vertreter des Landratsamts, das ja nicht nur kommunale Selbstverwaltungsbehörde, sondern auch untere staatliche Verwaltungsbehörde sei, im Auftrag der Regierung von Oberfranken an die fünf besten Schüler, nämlich Nina Landzettel (Notendurchschnitt 1,25), Sebastian See (1,33), Christina Breitenbach (1,38), Nathalie Effner (1,38) und Natalie Rohe (1,45), Staatspreise überreichen durfte, die mit einer Urkunde und einem Geschenk verbunden waren.
Als beste Schüler in den einzelnen Prüfungsfächern erwiesen sich Nathalie Effner (Deutsch), Dieter Cramer (Englisch), Nina Landzettel (Mathematik sowie Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle) und Natalie Rohe (Übungsunternehmen). Als Klassenbeste wurden Niklas Werther (10a), Sebastian See (10b) sowie Nina Landzettel und Natalie Effner (11d) ausgezeichnet.
Schulsprecherin Nina Landzettel hob das in der Klasse herrschende gute Klima hervor, das angesichts des guten Umgangs zwischen Lehrern und Schülern herrschte. Alfred Thieret