So könnte es sich angespielt haben: Buntes Treiben füllt den Außenbereich der Veste Coburg. Am Samstag, 14. Juli, und Sonntag, 15. Juli, startet die Zeitreise auf der Veste Coburg - mit Szenen, Aktionen und Lagerleben, wie es sich einst wirklich abgespielt haben könnte. Beide Tage stehen unter dem Motto: "Mit scharfem Schwert und Donnerhall". Gruppen und Akteure aus dem In- und Ausland lassen die größtenteils unbekannte Welt historischer Waffen und Gerätschaften in zahlreichen fachkundigen Rekonstruktionen wieder aufleben.
Zu den Vorführungen auf dem Fechtplatz im westlichen Burghof gehört das italienische Messerfechten, eine lange vergessene und nur im Geheimen trainierte Kunst, die von Maestro Özgen Senol präsentiert wird. Mittelalterliche Fechtlehren führen "Dreynschlag" aus Wien vor. Als Meister im Gebrauch barocker Fechtwaffen ist die Gruppe "Klingenspiel", ebenfalls aus Wien, zu Gast. Um Duell und Selbstverteidigung im 19. Jahrhundert mit Säbel, Degen, Spazierstock und Fäusten dreht es sich bei den Aktionen der Gruppen "Ochs" und "Lungenfuchser". Der mittelalterlichen Kampfkunst mit Schwert und Schild widmet sich "Dimicator".
Um den Einsatz historischer Feuerwaffen geht es auf dem Schießplatz am Wall. Hier liegt der Fokus auf Technik, Handhabung, dem Ladedrill und dem Abfeuern der Geschütze.
Anders als bei vielen üblichen Mittelalterspektakeln legen die Akteure der Zeitreise auf der Veste sowohl bei den Vorführungen als auch beim Lagerleben höchsten Wert auf Wirklichkeitstreue und Vermittlung.
Die Höhepunkte 2018 sind: Fechten für jedermann (Bärenbastei, mit Anleitung), Iaido - die Kunst des japanischen Schwertziehens, Fechttechniken des 15. bis 18. Jahrhunderts, Geschützpräsentation mit Kanonen, Haubitzen und Mörsern vom 15. bis 18. Jahrhundert (circa 50 Stücke), batteriemäßiges Mörserschießen, Orgelgeschütze, Erdmörserbatterie und vieles mehr. Für das passende musikalische Ambiente sorgt die Gruppe "Fatzwerk".
Erwachsene zahlen einen Eintritt von 9 Euro/Tag, Jugendliche 5 Euro/Tag. Kinder, die eine "Prüfpforte" aufrecht durchschreiten können, erhalten freien Eintritt. Gehörschutz wird empfohlen (kann vor Ort erworben werden), lautet ein wichtiger Hinweis in einer Pressemitteilung.
An beiden Tagen werden Führungen angeboten (Kosten im Eintritt enthalten): jeweils um 13 und um 15 Uhr über das Zeitreise-Gelände, um 14.30 Uhr ist die Turnusführung in den Kunstsammlungen. Zur Stärkung stehen Verkaufsstände mit Getränken, herzhaften Speisen, Kaffee und Kuchen bereit.
Wegen des parallel stattfindenden Samba-Festivals in Coburg weisen die Kunstsammlungen der Veste Coburg darauf hin, dass die Anfahrt über die Innenstadt zur Veste (Festungsberg) erschwert ist. Empfohlen wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (Stadtbus Linie 5) beziehungsweise bei einer Anfahrt mit dem Pkw über die Stadtteile Cortendorf, Seidmannsdorf, Lützelbuch und Löbelstein. Zusätzliche Parkplätze (ausgeschildert) sind in Löbelstein und vor der Grüngutsammelstelle Brandensteinsebene eingerichtet. Ein kostenloser Shuttleverkehr von diesen Parkplätzen zur Veste (Kiosk) und zurück steht zur Verfügung.
Programm und teilnehmende Gruppen: www.zeitreise.vc. red