Karl-Heinz Hofmann

Bürgermeister Rainer Detsch freute sich über die Initiative von Thorsten Sprenger, der eine entsprechende Ausbildung erfahren hat und über 20 Wehrleute aus verschiedenen Feuerwehren der Gemeinde als freiwillige Mitstreiter zu dieser Übung gewinnen konnte. Dabei wurde schnell klar, dass ein Wald- oder Flächenbrand ganz anders zu beurteilen und zu bekämpfen ist als ein Wohnhausbrand.
Gruppenführer Thorsten Sprenger von der Neukenrother Wehr ergriff schon 2016 die Initiative und beschäftigte sich intensiv mit der Waldbrandbekämpfung. Daraufhin wurde in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren eine Arbeitsgruppe gebildet. In der vergangen Woche gab es die erste Zusammenkunft zur Ausbildung in Theorie und Praxis.
Das Thema Vegetationsbrandbekämpfung erhält in Deutschland aufgrund des Klima- und landwirtschaftlichen Strukturwandels neue Brisanz. Zunächst gab es im Feuerwehrhaus Neukenroth eine Unterweisung in die persönliche Schutzausrüstung. In Wald und Flur wurde dann der praktische Umgang mit Spezialwerkzeugen wie auch mit Schlauch- und Wasserrucksäcken geübt. Beim Löschen mit Feuerpatschen war darauf zu achten, das Feuer eher zu streichen als zu schlagen, um die Flammen zu ersticken und nicht weiter anzufachen. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem sogenannten Pump and Roll Verfahren. Dabei fuhr ein Tanklöschfahrzeug voraus und die Kameraden löschten gleichzeitig mit dem Wasser aus dem Tank das Feuer ab. Ein Trupp mit Schlauch ging voraus und hintennach kamen mehrere Feuerwehrleute und bekämpften den Brand mit den Waldbrandpatschen. Die Übung sollte verdeutlichen, wie man mit einem geringen Material- und Mannschaftseinsatz sehr effizient und zugleich sicherer einen solchen Einsatz abarbeiten kann.