Coburg — Er stand bereits letztes Jahr ganz oben auf der Wunschliste des HSC Coburg - jetzt hat es endlich geklappt: Der ehemalige Erstliga-Profi der Rhein-Neckar-Löwen, Matthias Gerlich, komplettiert den Zweitliga-Kader des Aufsteigers HSC 2000 Coburg. Die Verantwortlichen sind besonders stolz auf diesen "Königstransfer".
Schließlich kommt mit Ger-lich ein Spieler mit reichlich Erst- und Zweitliga-Erfahrung in die Vestestadt. Der 26-jährige erhielt einen Zwei-Jahresvertrag. Damit haben die Coburger die Suche nach einem weiteren Rückraumspieler für die "Königsposition", wie der linke Rückraum gerne in Handballerkreisen bezeichnet wird, erfolgreich abgeschlossen.

Ein stolzer 2,04 Meter-Hühne

Der 26-Jährige war zuletzt beim jetzigen Ligakonkurrenten
SC DHfK Leipzig unter Vertrag.
Gerlich spielte bereits mit 17 Jahren bei der Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg - damals gemeinsam mit heutigen HSC-Mittelspieler Philipp Seitle. 2009 schloss sich der 2,04-Meter-Hühne TUSEM Essen und später dem TV Hüttenberg an, bei denen er mit 144 Treffern den 22. Platz in der Torschützenliste der Bundesliga belegte.
Im April 2012 wurde Gerlich sogar in die B-Nationalmannschaft berufen und von den Rhein-Neckar-Löwen unter Vertrag genommen. Dort kam der 99 Kilogramm schwere schwere Rechtshänder aber nur selten zum Zug, weshalb man sich in der Winterpause einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung einigte. Die interne Konkurrenz war extrem groß beim deutschen Spitzenklub: "Ich habe ein halbes Jahr nicht gespielt, das war für mich natürlich nicht ganz einfach."
Zu Rückrundenbeginn der Saison 2013/2014 wurde Gerlich dann vom SC DHfK Leipzig verpflichtet. Der gebürtige Landsberger gilt als torgefährlicher Rückraumspieler, der in Coburg vor allem für die einfachen Tore sorgen soll. Und er freut sich sehr auf seine neue Herausforderung: "Ich freue mich, dass der Wechsel nach Coburg jetzt zustande kommt. Leipzig hat mich relativ spät über die Freigabe informiert und zu diesem Zeitpunkt kam für mich nur der Club meines Ex-Trainers Jan Gorr in Frage. Umso glücklicher bin ich, dass jetzt alles geklärt ist und ich zu einer ambitionierten Mannschaft komme, bei der ich auf viele alte Weggefährten treffe".
Matthias Gerlich möchte nach eigenen Angaben Coburg helfen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und wenn es nach ihm geht, dann "muss dieser Weg mittelfristig gesehen nicht in der 2. Liga enden".
Er freut sich auch auf Bayern: "Auch wenn das alle Franken vermutlich nicht gerne hören, ist es ein persönliches i-Tüpfelchen, wieder einem bayerischen Verein anzugehören. Heimat bleibt einfach Heimat."

Keine Neuzugänge mehr

Mit der Verpflichtung von Gerlich sind die Personalplanungen des HSC 2000 Coburg für die bereits im August beginnende Zweitliga-Saison jetzt abgeschlossen. Wie Vorstandssprecher Stefan Apfel bestätigt, steht der Kader mit 15 Spielern fest: "Weitere Neuverpflichtungen wird es nicht geben. Wir sind gut aufgestellt".
Neben Gerlich wurde für die Rechtsaußenposition bereits Florian Billek nach Coburg gelockt. Der torgefährliche Linkshänder kommt vom Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten. Auch der 25-Jährige verfügt bereits über mehrere Jahre Bundesliga-Erfahrung, die er in Hüttenberg und zuletzt in Balingen sammelte. In der letzten Saison erzielte Billek in der "stärksten Liga der Welt" 120 Tore. Die Coburger Fans dürfen sich künftig also auf einen noch stärkeren HSC freuen. oph/flo