Mit ihren nunmehr 95 Jahren ist Anneliese Maiwald, geborene Wagner, noch erstaunlich rüstig, und bis vor fünf Jahren war sie sogar noch mit ihrem Auto unterwegs.

In Bamberg wurde die betagte Jubilarin geboren, doch aufgewachsen ist sie im elterlichen Anwesen in Fölschnitz, in dem sie immer noch wohnt und das heute ihrem Sohn Gerhard gehört.

Bereits ihre Großeltern betrieben auf dem heutigen Hof eine kleine Landwirtschaft, die später ihre Eltern und dann sie gemeinsam mit ihrem bereits verstorbenen Ehemann im Nebenerwerb übernahmen. Nach dem Krieg fand sie eine Arbeit in der früheren Textilbetrieb Kneitz in Kulmbach, und später war Anneliese Maiwald als Saisonkraft im Pflanzgarten des Staatsforstes beschäftigt.

Zur Frage, was das Geheimnis ist, auch im Alter von 95 Jahren noch so vital zu sein, erklärte Annelies Maiwald kurz und trocken: "Eigentlich nur ganz normal gelebt!" Sie hat die Gene offensichtlich von ihrer Mutter geerbt, denn sie erreichte auch dieses gesegnete Alter. Und Schwiegertochter Renate Maiwald verriet noch ein kleines "Geheimnis": "Jeden Tag ein Schluck Martini!"

Anneliese Maiwald ist heute froh und dankbar, dass sie ihren Lebensabend im Haushalt ihres Sohnes Gerhard und dessen Ehefrau Renate gut betreut verbringen kann und dass sich auch ihre Enkel und Urenkel nach der "Tick-Tack-Oma" immer wieder umschauen. Dass sie ihren Tag nicht mehr mit einer gewohnten Arbeit verrichten kann, findet Anneliese Maiwald "etwas langweilig": "Ich war immer gewöhnt, was zu machen. Aber ich muss damit zufrieden sein."

Die Glückwünsche der Gemeinde Ködnitz überbrachte Bürgermeisterin Anita Sack (FW), für den Landkreis Kulmbach gratulierte stellvertretende Landrätin Christina Flauder (SPD). Rei.