Während Amelie Frenznick inzwischen mutiger ist, wenn es um das Probieren neuer Gerichte geht, hat Alia Lerch viele neue Gewürze kennengelernt. Katharina Kohlmann findet es dagegen sehr schade, dass ihre zwei Jahre als "Mini-Köchin" zu Ende sind. Am Sonntagabend servierten die sieben "Mini-Köche" des dritten Jahrgangs nicht nur ein hervorragendes Vier-Gänge-Menü, sondern bekamen auch ihre Zertifikate von der Industrie- und Handelskammer (IHK) überreicht.
Das Kochen für diesen Abend war dabei die praktische Prüfung, die alle mit Bravour und viel Unterstützung bestanden. Bis dahin hatten die Schülerinnen und Schüler, die alle die Forchheimer Montessori-Schule besuchen, viel zu leisten: Zum theoretischen Unterricht, der alle zwei Monate samstags stattfand, kamen die praktischen Einsätze bei fränkischen Wirten. Ob im Gasthaus Hubert in Rettern, beim Sponsel in Oberfellendorf oder in der Willersdorfer Kellerwaldschänke Lunz: Überall galt es, zu schnippeln, zu rühren und zu kochen. Die Kinder lernten, wie gesundes und regionales Essen zubereitet wird und lernten damit sicher so manchen neuen Geschmack kennen.
Lina Werner nimmt inzwischen auch zu Hause gelegentlich ihren Eltern den Kochlöffel aus der Hand und kocht inzwischen selbst. Lediglich Leo Kramperth fand ein sprichwörtliches Haar in der Suppe: "Mir hat das Schäuferla gefehlt", erzählt er. Dafür gab es aber einen echten Schweinebraten mit Kruste, ergänzte Birgit Eberle, die gemeinsam mit Sabine Scheerbaum-Werner dieses Projekt leitete und von vielen Eltern und anderen Freiwilligen unterstützt wurde. Sylvia Hubele