Mit dem Antrag, die Öffentlichkeit besser zu informieren und Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung weniger in den nicht öffentlichen als vielmehr in den öffentlichen Teil zu bringen, begann die Gemeinderatssitzung in Leutenbach.
Die Gemeinderäte Reinhard Weber (CSU) und Raimund Dörfler (WvE) nannten als anstehende Themen die Haushaltsvorberatung, die Beratung der Vereinsförderung oder die Problematik Friedhof Leutenbach.
Die Pfarrgemeinde Wiesenthau beantragt, dass sich die Gemeinde an den Renovierungskosten der Kapelle auf dem Walberla beteiligt. Die Kapelle steht auf Kirchehrenbacher Grund, gehört aber der Pfarrgemeinde Wiesenthau. 205 000 Euro sollen die Gesamtkosten betragen, nach Abzügen der Förderungsmittel bleiben 120 000 Euro ungedeckt. Zunächst wurden 1000 Euro als Unterstützung von Leutenbach genannt. Im Laufe der Debatte stellte sich Klärungsbedarf heraus, so dass die Entscheidung zurückgestellt wurde.
Bei der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen sind Details der geplanten Neuregelung durch die Staatsregierung noch nicht bekannt. Fakt ist, dass vorläufig keine Vorbescheide an die Bürger ergehen. Allerdings stehen im Augenblick auch keinerlei Projekte an.
Das Ärgernis Hundekot verschont auch Leutenbach nicht. Bürgermeister Florian Kraft (FW) appelliert an die Disziplin der Hundebesitzer. Zusätzlich sollen jetzt Abfalleimer an Parkplätzen, wo vorwiegend Fremde im Gemeindebereich parken, und an bekannten Problemstraßen mit vorwiegend einheimischer Frequentation aufgestellt werden. Damit hoffen die Leutenbacher, die Situation zu verbessern.


Abstimmung mit 7:5

Das Thema Vereinsförderung setzte Kraft nach einer Abstimmung von 7:5 auf die öffentliche Tagesordnung. Es gibt unterschiedliche jährliche Einmalzahlungen zur Vereinsförderung. Dazu sollen die Beteiligten am Ferienprogramm stärker unterstützt werden und die Jugendarbeit stärker in den Vordergrund rücken. Konkrete Beschlüsse sollen folgen.
Bürgermeister Kraft berichtete von einem Schreiben der Jagdgenossenschaft von Oberehrenbach. Fünf Kilometer Feldstraßen im Gemeindeeigentum sollen ausgebessert werden und Kosten von schätzungsweisen 10 000 Euro verursachen. Mit maximal 50 Prozent werden gefördert Material und Maschinenstunden sowie Fremdleistungen. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Maßnahme.
Der Friedhof in Leutenbach kann aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht wie ursprünglich geplant belegt werden. Ein verständlicherweise sehr sensibles Problem, zu dem sich der Rat nach außen bedeckt hält und an passenden Lösungen arbeitet.
Am 17. März werden Mitglieder des Gemeinderates, der FSV-Ortsgruppe und des Tourismusvereins "Rund ums Walberla" einen möglichen Dolinenwanderweg auf der Jurahochfläche zwischen den Orten Pretzfeld, Gräfenberg und Leutenbach ablaufen. Damit wollen sich alle ein Bild machen, wie das Projekt realisiert werden kann.