Der von der Pfarrei "Unsere liebe Frau" unter der Federführung von Brigitte Elflein veranstaltete Kinderbibeltag, an dem sich 35 Kinder der Grundschulklassen beteiligten, stand ganz im Zeichen einer biblischen Geschichte, die sich etwa 1000 vor Christus ereignet haben soll.
Die Kinder erfuhren, dass aufgrund einer Hungersnot die Israelitin Naomi mit ihrer Familie aus Bethlehem in das Nachbarland Moab auswanderten. Dort heirateten die beiden Söhne die beiden Moabiterinnen Ruth und Orpa. Nachdem sowohl der Mann von Naomi als auch ihre beiden Söhne starben, war Naomi mit ihren beiden Schwiegertöchtern alleine, was in der damaligen Zeit besonders schwierig war. Trotz der in Israel weiter herrschenden Hungersnot machte sich Naomi auf den Weg zurück in ihr Heimatland, begleitet von Ruth, die sie nicht im Stich lassen wollte, obwohl sie es in dem für sie fremden Land sicher schwer haben würde. Um etwas zum Leben zu haben, las sie dort die restlichen Ähren von einem abgeernteten Feld auf, um daraus Brot zu backen, und lernte dabei den Eigentümer Boas kennen, der sie heiratete. So wurde sie die Großmutter Isaias und die Urgroßmutter des späteren Königs David und damit auch Vorfahrin Jesu.
Mit dieser Geschichte sollte die menschliche Größe der beiden Frauen Naomi und Ruth herausgestellt werden. Die Kinder versuchten, mit einem großen Stein Getreidekörner zu mahlen, wie dies vor 3000 Jahren Ruth gemacht hat.
Da in der biblischen Geschichte der Stammbaum von König David bis Jesus erwähnt wurde, erstellten die Buben und Mädchen auch einen Stammbaum von ihrer Familie. Sie fertigten auch ein kleines Heftchen, das sie später ausmalten, in dem die wichtigsten Stationen der Geschichte um Naomi und Ruth mit Bild und Text zu sehen waren.