Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth muss weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2021 warten: Gegen den FC Bayern München kassierten die Männer von Trainer Raoul Korner mit 78:98 (43:49) die vierte Niederlage seit dem Jahreswechsel und taumeln damit weiter in Richtung Abstiegsplätze. Am kommenden Samstag gastieren die Oberfranken beim starken Aufsteiger Chemnitz Niners.

Bundesliga

Medi Bayreuth -

FC Bayern München 78:98

(21:24; 22:25; 19:26; 16:23) Die Hoffnung auf eine Wiederholung des Überraschungserfolgs, den die Bayreuther gegen den Titelfavoriten Mitte Oktober im BBL-Pokal gefeiert hatten, hielt nur bis kurz nach dem Seitenwechsel an. Die Gastgeber starteten mit viel Energie in die Partie, drückten auf die Tube und setzten sich schnell auf 9:3 (3.) ab. Noch vor der ersten Viertelpause zog dann jedoch das routinierte Münchner Starensemble, das sich von der empfindlichen 75:51-Euroleague-Niederlage in Mailand am Donnerstagabend gut erholt präsentierte, an den Bayreuthern vorbei (21:24).

Zwar glichen die Hausherren durch Kapitän Bastian Doreth in der 16. Minute noch einmal aus (37:37), der Favorit verstand dies ganz offensichtlich als Weckruf, drückte kurz aufs Gaspedal und warf sich bis zum Seitenwechsel mit 49:43 in Front.

In der zweiten Hälfte taten die Oberfranken alles in ihrer Macht stehende, um den Anschluss zu wahren, was auch bis zur 25. Minute beim 55:59 gelang. Danach gerieten die tapfer dagegenhaltenden Gastgeber deutlich in Rückstand. Bis zum Ende des dritten Viertels erhöhten die Bayern ihren Vorsprung auf 75:62. Die Münchner hielten fortan die Intensität hoch, um jegliche Gedanken an einen Bayreuther Comeback-Versuch bereits im Keim zu ersticken.

Bester Akteur vor den leeren Rängen der Oberfrankenhalle war Wade Baldwin. Der US-Spielmacher avancierte mit 17 Zählern zum Topscorer und besten Assist-Geber (7) bei den Münchnern, bei denen fünf weitere Akteure (Gist, Reynolds, Johnson, Weiler-Babb, Seeley) zweistellig punkteten. "Wir haben heute gut als Team gespielt, uns gegenseitig in der Verteidigung geholfen und fahren jetzt mit einer sehr guten Stimmung innerhalb der Mannschaft nach Hause. Wir haben über die gesamte Spielzeit gut verteidigt und das ist das Ergebnis", war Bayern-Coach Andrea Trinchieri zufrieden.

Sein Gegenüber analysierte die Partie so: "Unsere Performance war letztendlich zu wenig. Wir wussten, dass wir eine außergewöhnlich gute Vorstellung benötigen. Die haben wir nicht aufs Feld gebracht und hatten demnach auch keine Chance. Wenn man sich das Spiel noch einmal anschaut, wird man sehen, dass das Team mit mehr Qualität auch nicht unwesentlich weniger Energie gehabt hat als wir. Wenn man aber diese Energie eben nicht massiv toppt und über sich hinauswächst, schlägt man so eine Mannschaft wie die Bayern nicht. Von daher müssen wir mit der Niederlage leben."

Neuzugang Jones noch ein Fremdkörper

Beste Bayreuther Werfer waren Frank Bartley und Osvaldas Olisevicius mit jeweils 18 Zählern, enttäuschend verlief das Heimdebüt von Neuzugang Lazeric Jones. Der US-Spielmacher, der gut 16 Minuten zum Einsatz kam, wirkte alles andere als fit und zuweilen noch unorientiert, erzielte zwei Punkte, zwei Rebounds, einen Assist, leistete sich zwei Ballverluste und beendete die Partie als einziger Bayreuther mit einem negativen Effizienzwert (-1).