Wegen sehr schwerer Krankheit seines Herrchens musste Max (männlich, Schäferhund-Retriever, geboren 2006/2007, 60 cm) notgedrungen ins Tierheim umziehen. Gerade für alte Hunde ist das natürlich sehr bitter. Ihr ganzes Leben waren sie für ihre Familien da und wähnten sich sicher und geborgen - nur um dann ausgerechnet im Alter, wenn sie die Fürsorge ihrer Lieben mehr denn je nötig gehabt hätten, von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts zu stehen und noch einmal ganz von vorne anfangen zu müssen. So erging es nun auch dem armen Max.


Schlechte Chancen

Gottseidank hat sich Max recht schnell eingewöhnt und schaut positiv in die Zukunft. Klar gefällt es ihm nicht besonders im Tierheim und sein bisweilen ungläubiger Gesichtsausdruck rührt die Pfleger schon sehr. Die Frage: "Und wann holen mich meine Leute denn jetzt endlich wieder ab?", scheint deutlich in seinen Augen zu stehen. Aber der tapfere Senior gibt sich nicht auf und versucht, das Beste aus seiner traurigen Lage zu machen. Er wäre auf jeden Fall bereit für einen Neuanfang und sitzt schon auf gepacktem Köfferchen, um das Tierheim lieber heute als morgen wieder zu verlassen.
Leider stehen seine Chancen jedoch nicht allzu gut. Er ist groß und alt - und somit scheidet er schon mal für mindestens 80 Prozent aller potenziellen Adoptanten aus. Dabei ist Max wirklich bildschön und hat auch einen sehr liebenswerten und sympathischen Charakter.
Zwar hat er zwei kleine Schönheitsfehler, die aber auf den ersten Blick gar nicht auffallen, da sie unter dem Fell versteckt sind. Man merkt sie nur, wenn man Max ausgiebig streichelt. Auf dem Kopf ist dann eine kleine Warze zu spüren und auf dem Rücken hat er eine kleinere Fettgeschwulst. Beide Auffälligkeiten sind harmlos, er hat sie schon seit vielen Jahren und sie haben sich in Größe und Aussehen seitdem nicht verändert. Eine tierärztliche Behandlung ist daher nicht nötig.
Ansonsten ist Max fit wie ein Turnschuh! Wenn das graue Schnäuzchen nicht wäre, würde man ihn für wesentlich jünger halten. Er ist keineswegs bereit, seinen Lebensabend faul vor dem Ofen zu beschließen, sondern er möchte noch etwas erleben, er möchte spazierengehen, Neues erschnüffeln, die Welt sehen und Spaß haben.
Max geht mit Begeisterung Gassi und zeigt dabei Energie und Ausdauer. Er kann auch durchaus noch etwas an der Leine ziehen, wenn ihn etwas besonders interessiert. Auch schnell vorbeifahrende Fahrräder und Mofas bellt er gern mal an. Leider scheint er nicht besonders erzogen zu sein, daher kann man ihn im Moment auch nicht ohne Leine laufen lassen. Aber auch ein alter Hund kann noch lernen! So aufgeweckt wie sich Max im Tierheim präsentiert, wäre er sicher entzückt, wenn man sich intensiv mit ihm beschäftigen würde. Ganz sicher könnte er mittels Lob und Leckerlis noch einige Kommandos lernen.
Max hat ein sehr freundliches und gutmütiges Wesen, er ist aufgeschlossen und fröhlich und bietet jedermann seine Freundschaft an. Max hat sein Leben lang im Haus gewohnt, ist stubenrein und brav. Er kann ohne weiteres ein paar Stunden allein bleiben, ohne etwas kaputtzumachen oder zu kläffen, fährt aber auch gern im Auto mit.Leider hatte er bei seinem früheren Besitzer nicht allzu viel Gelegenheit, Hundekumpels zu treffen. Er ist den Umgang daher nicht gewöhnt. Mit einer netten Hündin würde er sich aber sicher gern anfreunden. red