Judoka Max Heyder vom JC Naisa ist einer von vier deutschen Athleten seiner Gewichtsklasse (bis 60 kg), die für die Teilnahme am ersten Judo-Grand-Slam in Deutschland nominiert wurden. Das Turnier findet vom 23. bis 25. Februar in Düsseldorf statt.
Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt ist erstmals Schauplatz der Judo-World-Tour der International Judo Federation (IJF) und steht so in einer Reihe mit Paris, Osaka, Baku, Jekaterinburg und Abu Dhabi. Um einer Veranstaltung dieser Größenordnung gerecht zu werden, zieht der Deutsche Judo Bund (DJB) nach der Aufwertung des seit 2010 in Düsseldorf stattfindenden Judo Grand Prix zu einem Grand Slam von der Mitsubishi Electric Hall in den ISS Dome im Düsseldorfer Stadtteil Rath um. Das Judo-Event der Superlative ist neben Paris das einzige Judoformat dieser Kategorie in Mitteleuropa, bei dem sich die Weltelite des Judosports trifft. Amtierende Weltmeister, Olympiasieger und international erfahrene Topjudoka stoßen auf junge, erfolgshungrige und aufstrebende Athleten.
Die deutschen Judoka bekommen beim Grand Slam die Chance, sich gegen internationale Hochkaräter zu beweisen - ein wichtiger Gradmesser auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Mit über 550 gemeldeten Athleten liegt das Turnier noch vor dem Grand Slam in Paris. Das Teilnehmerfeld ist mit Athleten aus 72 Nationen extrem stark besetzt.
Da die Judo-Welt an diesem Wochenende nach Deutschland schaut, hofft DJB-Präsident Peter Frese, dass aus dem ISS Dome mit Hilfe der judoverrückten Fans ein Hexenkessel wird. Maximilian Heyder vom JC Naisa, der am Olympia-Stützpunkt München-Großhadern trainiert, ist dementsprechend hochmotiviert, die Spannung vor dem Heim-Grand Slam wächst kontinuierlich. Unter anderem ist in der Gewichtsklasse des 21-Jährigen der Olympiasieger aus Rio, Beslan Mudranov aus Russland gemeldet.
Geschichtsträchtige Premiere: Da Deutschland erstmals Schauplatz eines Judo Grand Slam ist, wird Sport 1 am Freitag und Samstag live dabei sein. Die Kämpfe werden an beiden Tagen 17 bis 17.30 Uhr übertragen. Hinzu kommt am Sonntag ab 23.30 Uhr eine 30-minütige Highlight-Zusammenfassung. Sämtliche Kämpfe werden zudem über ippon.org und sportdeutschland.tv übertragen. oh