Markus Geflitter steht auch für die kommenden zwei Jahre an der Spitze des SPD-Ortsvereins Bad Rodach. Im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung wurde der 45-jährige Familienvater einstimmig in dem Amt betätigt, das er erstmals vor zwei Jahren übernahm. Der alte und neue Vorsitzende nahm die gut besuchte Versammlung zum Anlass, ein Resümee seiner bisherigen Amtszeit zu ziehen.


Spuren hinterlassen

In seinen Betrachtungen ging er ausführlich auf die selbst gesetzten Ziele und die erreichten Ergebnisse ein. Der SPD-Ortsverein habe in puncto Familienstadt Bad Rodach und Marktplatzbelebung Akzente gesetzt und weithin sichtbare Spuren hinterlassen. Als Beispiel nannte er hierfür die Veranstaltung "Musik am Markt", die in diesem Jahr am 25. August stattfindet. Außerdem hätte es ohne die Bad Rodacher Sozialdemokraten keine Spielplatzoffensive in den Stadtteilen gegeben. Aber auch sonst war der Ortsverein dem Bericht von Markus Geflitter zufolge sehr rührig und bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten. "Die Bevölkerung nimmt uns wahr", betonte der Vorsitzende. Dass nicht alle Vorhaben umgesetzt werden konnten, lag offensichtlich nach Geflitters Ansicht nicht am Einsatz des SPD-Ortsvereins, sondern vielmehr an den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat. So habe der Wunsch nach einer Tonnagebeschränkung auf dem Marktplatz ebenso keine Mehrheit gefunden wie das Ansinnen, den Marktplatz am Wochenende für den Straßenverkehr zu sperren.
Dass dieses Engagement sich auch positiv auf die Mitgliederentwicklung auswirkt, war seinen Ausführungen ebenfalls zu entnehmen. So stieg deren Anzahl in den letzten beiden Jahren um über 20 Prozent von 74 auf 89 Genossen. Besonders erfreute es ihn, dass sich mit Lea Spahn und Fabian Geuther wieder zwei junge Menschen dem Ortsverein anschlossen. Alles in allem zeigte sich der Vorsitzende mit dem Erreichten sehr zufrieden. Das heiße aber nicht, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Markus Geflitter formulierte als Ziel, bei den nächsten Kommunalwahlen zehn Stadtratssitze zu erhalten.
Für Bürgermeister Tobias Ehrlicher steht soziale Gerechtigkeit in direktem Zusammenhang mit der Schaffung eines bezahlbaren Wohnraumes. Auch aus diesem Grund schaue er mit Freude der Entwicklung in der Max-Roesler-Straße entgegen, sagte Ehrlicher. Hier sollen in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft Coburg-Land 18 neue Wohnungen entstehen. Er geht davon aus, dass man eine sozialverträgliche Miete anbieten kann. Wichtig ist für ihn, dass auch private Investoren in den Wohnraum der Kurstadt investieren. Als Paradebeispiel nannte er die Tagespflege an der Heldburger Straße. Hier entstehen nicht nur Betreuungsplätze, sondern auch 14 Wohneinheiten, von denen bereits 13 verkauft sind. "Ohne die SPD-Fraktion, zwei Kollegen von der CSU und eine vom Zukunftsforum gäbe es die Tagespflege auf diesem Grundstück nicht", erinnerte Ehrlicher an das Abstimmungsergebnis im Stadtrat. Martin Rebhan