An seinem Ehrentag war der Jubilar Manfred Manzer umlagert von Weggefährten, die im Lauf der 80 Jahre seinen Weg kreuzten. Manchmal wird er philosophisch, vor allem wenn er daran denkt, wie es wäre, wenn niemand zum Gratulieren kommen würde: "Da müsste man sich fragen, ob man in seinem Leben irgendwas falsch gemacht hat."
Doch das braucht Manfred Manzer nicht zu fürchten. Groß ist der Andrang und viele Hände werden geschüttelt, es wird angestoßen und gefeiert. "Ich will keine großen Geschenke, aber ehrliche Freundschaften", erklärt Manfred Manzer und auf solche kann er auch jetzt nach 80 Jahren noch bauen. Manzer ist ein echter Steinwiesener. Geboren 1938, fielen seine frühen Kindheitsjahre in die Kriegszeit. Er arbeitete fünf Jahre lang bei der Firma Klinger, wo Holz geschlagen und geladen wurde. Im Rheinland war er zehn Jahre beim Straßenbau. Ab 1967 war er bei der Firma Schrenk in Hof bis er 1994 in Rente ging.
Besonders redselig wird Manfred Manzer, wenn man ihn nach seinen Hobbys fragt. "Früher als Junge hab ich Fußball gespielt. Später hatte ich meine SPD und meine Vereine. Aber eines habe ich immer gern gemacht: Schafkopfen." Als Sozialdemokrat steht er dem Ortsverein Steinwiesen seit 55 Jahren zur Seite, war mehr als 25 Jahre Vorsitzender und wurde 1993 Ehrenvorsitzender. Seine liebenswerte, menschliche Art machte ihn zu einem überragenden Kommunalpolitiker, der 36 Jahre im Gemeinderat saß, lange als Dritter Bürgermeister tätig war. Aus der Hand von Regierungspräsident Hans Angerer bekam er die Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.
SPD-Kreisvorsitzender Ralf Pohl, Bürgermeister Gerhard Wunder, Vertreter der Vereine sowie der Caritas Seniorenausschuss und die Urlaubsvertretung Pfarrer Eusebius beglückwünschten den 80-Jährigen.
Ehefrau Agnes und die Kinder Josef und Wilma mit ihren Ehepartnern Brigitte und Alois sind immer da, wenn er sie braucht. Seine Freude hat er aber vor allem an den Enkeln Marcel und Selina sowie Jessica, Madeleine und Christian. sd