Laufen in der Hitze - puhh?! Nicht wenn man mit anderen Kindern auf schattigen Wegen durch den Wald marschiert. So geschehen beim Sommerferienprogramm des Kreisjugendringes.

Kein Geringerer als Bürgermeister Dirk Rosenbauer aus Michelau begleitete die fröhliche Schar. 17 Kinder machten sich auf Spurensuche nach dem sagenhaften Lutzenstein. Der Bürgermeister stand für Fragen nach seinen Aufgaben bereit und genoss sichtlich den etwas anderen Arbeitstag. Die Wegstrecke wurde im Vorfeld von der Mitarbeiterin mit Hinweisschildern markiert, die die Mädels und Jungs suchen mussten und als Andenken mit nach Hause nehmen durften. Die Betreuerinnen Linda, Theresa und Uschi baten die Kinder genau aufzupassen, damit sie den Lutzenstein entdecken - auf diesen Wegweisern war deshalb ein Foto aufgedruckt.

Ausgerüstet mit Wanderstiefeln, Mücken- und Sonnenschutz, Rucksäcken mit Brotzeit und Getränken führte der Weg vom Michelauer Industriegebiet auf angenehm schattigen Wanderwegen zum ersten Ziel. Einer der Betreuerinnen erzählte die Geschichte dieses markanten Punktes. Eine Prinzessin, welche gerne Mühle spielte und es gewohnt war immer zu gewinnen, hatte bei einem großen Turnier Pech und verlor ihr gesamtes Vermögen. Aus Wut darüber warf sie den Stein, in welchem das Mühlespiel eingemeißelt ist, den Hang der Hohen Aßlitz hinunter. Da liegt er jetzt immer noch, wird von Wanderfreunden gepflegt und lädt zum Spielen ein. Über Wurzeln, vorbei an behauenen Steinen, die in vorgeschichtlicher Zeit als Heilsteine genutzt wurden, erreichte man schließlich den Gipfel in 379 Metern Höhe. Zusammen trug man sich in das Gipfelbuch ein, machte Fotos mit dem Ehrengast aus Michelau und verzehrte die restliche Vesper.

Nach einer kurzen Geschichte über das Holzfraala im Schneyer Forst wurde die letzte Wegstrecke zur Kellerwirtschaft in Angriff genommen. Der kleine Regenschauer bei der Ankunft tat der Stimmung keinen Abbruch und wurde als willkommene Abkühlung gesehen. red