Anfang des Jahres haben der Bund und die DB eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) für den Zeitraum von 2020 bis 2029 geschlossen, wie einer entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen ist. Die Eckdaten für den Neu- und Ausbau im Freistaat haben Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in München vorgestellt. Ein Bahnlückenschluss von Bad Rodach nach Südthüringen ist nicht dabei.

Dabei profitiert das bayerische Schienennetz besonders von der neuen Vereinbarung, wie es aus dem Münchner Ministerium heißt, denn aus diesem Topf wird die DB in Bayern 436 Millionen Euro in Projekte investieren, die vorher mit dem Bayerischen Verkehrsministerium abgestimmt werden. Gegenüber den zurückliegenden Jahren erhöht sich die Investitionssumme pro Jahr um 16 Prozent. Rainer Möbus (FW), Mitglied des Kreistags und des Stadtrates in Bad Rodach (Zukunftsforum), wendet sich nun in einem Schreiben an die Ministerin und bittet um Unterstützung für den Ausbau einer solchen Verbindung, die zuletzt auch von der Bahn nicht mehr verfolgt wurde.

Rainer Möbus nennt Argumente

Möbus erinnert daran, dass bereits 2018 der Kreistag die damalige Ministerin Ilse Aigner um Unterstützung dieses Vorhabens ersucht hatte, in dem sie ein Raumordnungsverfahren dazu auf den Weg bringt - ohne den erhofften Erfolg allerdings. Möbus schreibt unter anderem: "Eine Variante für den möglichen Lückenschluss von Coburg nach Südthüringen führt über Bad Rodach nach Hildburghausen. Durch eine derartige Infrastrukturmaßnahme im SPNV könnte in unserem Raum sehr viel erreicht werden. Einem großen Teil der täglichen Einpendler aus dem Bereich Hildburghausen zu den Betrieben in Bad Rodach und weiter zu den Betrieben in Coburg und in umgekehrter Richtung könnte eine Alternative zum Individualverkehr angeboten werden. Weiterhin würde im Bereich der Schülerbeförderung zu den weiterführenden Schulen in Coburg und Hildburghausen eine komfortable Transportmöglichkeit geschaffen. Weiterhin würde ein Teil Südthüringens erschlossen, um reisende zum ICE-Halt nach Coburg zu bringen."

Möbus verweist auch auf den Regionalplan Oberfranken West, in dem ein Ausbau des Personenverkehrs auf der Schiene entlang der Achse Sonneberg, Coburg, Lichtenfels und nach Bad Rodach als Ziel gesetzt wurde. Auch das spreche für einen Lückenschluss. red