Im neuen Flächennutzungsplan sind bei Grundfeld großzügige Gewerbeflächen zwischen dem bestehenden Areal und der Abzweigung von der Staatsstraße Richtung Reundorf geplant.
Genau auf der anderen Seite des Dorfes, mit Blick Richtung Lichtenfels-Seubelsdorf, würde die bereits in Grundfeld angesiedelte Firma "CS Trans" gerne im ersten Bauabschnitt eine 200 Meter lange und 75 Meter breite und rund 8,50 Meter hohe Lagerhalle mit einem kleineren, vorgelagerten Bürogebäude errichten. In einem zweiten Bauabschnitt könnte, ebenfalls in der Nähe der Bürgermeister-Meißner-Straße, eine weitere Halle mit 140 Metern Länge und 75 Metern Breite entstehen. Das Unternehmen hatte einen Antrag auf Vorbescheid im Stadtrat eingereicht, die Bauverwaltung hatte ihrerseits den Vorschlag erarbeitet, das gemeindliche Einvernehmen für die Logistikhallen nicht zu erteilen.
Die Begründung: Das Vorhaben liege im Außenbereich des Dorfes, die Fläche sei im Nutzungsplan landwirtschaftlich ausgewiesen und zudem liege das Grundstück in der Sichtbeziehungsachse zwischen Vierzehnheiligen und Kloster Banz.
Nicht alle Räte folgten den Argumenten. Während für Klaus Schnapp (Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz) die eventuell beeinträchtigte Blickachse kein Grund dagegen war, argumentierte Winfried Ernst mit dem hohen Druck in der Logistikbranche. Werner Freitag (SBUN) wiederum betonte, dass man eine Verantwortung für das Bild des "Gottesgartens" habe und Harald Konietzko (SPD) erinnerte daran, dass genau an dieser Stelle die Fußballgolf-Anlage abgelehnt wurde.
Auf Vorschlag von Zweitem Bürgermeister Hans-Josef Stich (CSU) bemüht sich die Stadt nun um einen runden Tisch mit allen Beteiligten, auch unter Einbeziehung des Landratsamts. Nach dem Vermittlungsgespräch kommt das Anliegen wohl erneut im Stadtrat zur Sprache. el