Das Feuerwehrgerätehaus in Löbelstein erhält ein Nebengebäude. Dort sollen zwei Fahrzeuge und zusätzliche Umkleiden Platz finden. Bereits vor fünf Jahren beschloss der Stadtrat, auf der Branden­stein sebene drei Feuerwehrautos zu stationieren. Zusammengelegt werden sollten seinerzeit die Feuerwehren Lützelbuch, Neershof und Rögen auf der Brandensteinsebene. Das gab seinerzeit viel Ärger und einige Feuerwehrleute quittierten den Dienst.

Unbestritten ist, dass die Feuerwehr im Coburger Osten weitere Fahrzeuge benötigt, "und die werden immer größer", verwies Thorsten Huld vom Bauamt der Stadt auf die Größe des geplanten neuen Gebäudes. Durch die Höhenunterschiede auf dem Grundstück, den vorhandenen unterirdischen Löschwasserbehälter und die geneigte Ausfahrt ließ sich ein stufenloser Anbau nicht verwirklichen, so Thorsten Huld am Mittwoch im zuständigen Bausenat. Daher soll eine eigene Fahrzeughalle mit Platz für zwei Feuerwehrautos gebaut werden. Das bestehende Feuerwehrhaus mit einem Stellplatz bleibt unverändert, eine neue Alarmausfahrt auf die Löbelsteiner Straße ist nötig.

Petra Schneider (SPD) und Wolfram Haupt (Grüne) sahen den Zweckbau "an dieser exponierten Stelle" kritisch. Ohne Dach- oder Fassadenbegrünung werde man dem Stadtteil Löbelstein nicht gerecht, während Birgit Weber (CSU) sich für den Zweckbau aussprach: Die Optik könne aber durch eine entsprechende Fassadengestaltung und Begrünung des Umfeldes abgemildert werden.

Der Bausenat stimmte der Planung gegen das Votum von Wolfram Haupt und Petra Schneider zu. Die Kosten werden auf 705 000 Euro geschätzt, dazu kommen weitere 65 000 Euro an Eigenleistungen durch das Hochbauamt.