In der Johanniskapelle ist am Donnerstag, 12. Juli, um 20 Uhr Franz Schuberts "schöne Müllerin" zu hören. Dabei wird der Tenor Tilman Lichdi von Klaus Jäckle an der Gitarre begleitet.
Die Gitarre ist das Instrument des Biedermeier, passt sie doch so gut zum Musizieren im privaten Rahmen. Auch Schubert selbst soll Gitarre gespielt haben, jedenfalls besaß er eine. Gerade sein Zyklus "Die schöne Müllerin" dreht sich immer wieder um das Motiv der Laute.


Neue CD geplant

Nach höchst erfolgreichen Konzerten und einer CD-Aufnahme der "Winterreise" von Franz Schubert wenden sich Tilman Lichdi und Klaus Jäckle nun der "schönen Müllerin" zu. Im Anschluss an die Konzerte ist wieder eine CD-Aufnahme geplant.
Um was geht es? Der junge Müllersbursch kommt auf seiner Wanderung zu einer Mühle, in der er nicht nur Arbeit findet, sondern sich auch gleich Hals über Kopf in die Müllerstochter verliebt. 20 Lieder lang begleiten die Zuhörer ihn durch alle Höhen und Tiefen der Liebe - von der energiegeladenen Euphorie des ersten erwiderten Blickes, über den Zweifel der Gegenliebe hin zur Gewissheit: "Sie ist mein!"
Doch dann die unerwartete Entdeckung des Jäger-Rivalen, bis hin zum Sprung ins kühle Nass. Trotz aller Dramatik plätschert immer das Bächlein dazu und die Vöglein singen in einem fort. Mühlenidylle eben.
Tilman Lichdi hat sich als einer der bedeutendsten Bach- und Liedinterpreten etabliert. Die Höhepunkte der Saison 17/18 waren zunächst Konzerte mit Mendelssohns "Lobgesang" in Dresden und Leipzig mit dem Gewandhausorchester sowie sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit der H-Moll-Messe.


Auf Tournee

2017 schloss er mit Konzerten beim NDR-Symphonieorchester mit einem Telemannprogramm, bei den Münchner Philharmonikern und beim Gulbenkianorchester jeweils mit Bachs Weihnachtsoratorium ab.
2018 sang er neben einer Europatournee mit der Johannespassion und dem "Amsterdam Baroque Orchestra" im Musikverein in Wien ebenfalls die Johannespassion.
Zum Abschluss der Saison geht er nun mit Klaus Jäckle auf Tournee mit Schuberts Müllerin in einer neuen Bearbeitung für Gitarre.
Klaus Jäckle, Kulturförderpreisträger der Stadt Nürnberg und Lehrkraft an der Städtischen Musikschule Bamberg absolvierte mit Auszeichnung das Salzburger Mozarteum. Wesentlich beeinflusst hat ihn auch sein Mentor und Freund Pepe Romero, der sein Spiel ein "bewegendes Erlebnis" nennt. Er ist in direkter Linie ein Schüler von Francisco Tárrega.


Hier gibt's Karten

Als gefragter Solist und Kammermusiker trat er auf renommierten Festivals und in großen Musikzentren auf. Von und mit ihm sind mehr als 20 CDs und LPs erschienen sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen.
Karten gibt es bei reservix.de, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. red