TSV Knetzgau - FC 06 Bad Kissingen
(Samstag, 16 Uhr)
Das Osternest des FC 06 Bad Kissingen (12./22) ist leer geblieben. Durch die zwei Niederlagen gegen Krum (1:4) und in Forst (0:3) ist der Abstand zum Relegationsplatz verschwindend gering geworden, weswegen die Begegnung gegen Aufsteiger TSV Knetzgau (15./14) von großer Bedeutung ist. "Es wird aufgrund der Tabellensituation sicher kein schönes Spiel werden. Der Gegner wird noch einmal alles versuchen, um vom Tabellenende wegzukommen. Hier ist wichtig, dass man ihnen gleich zu Beginn des Spiels den Zahn zieht, um ihnen gar keine Möglichkeit einer Euphorie zu geben", sagt Mario Wirth. Trotz der beiden empfindlichen Niederlagen sah der FC-Coach auch positive Aspekte im Spiel seiner Elf: "In Forst hätten wir nicht verlieren müssen. Das Ergebnis ist viel deutlicher als es das Spiel war. Wir hatten sehr gute Chancen, waren da aber zu inkonsequent. Dass wir uns gegen einen starken Gegner wie Forst diese Gelegenheiten in der Menge herausgespielt haben, lässt mich hoffen." Die Knetzgauer Strätz-Elf dürfte nach drei bitteren Niederlagen mit wenig Selbstvertrauen ausgestattet sein. Gerade die 0:5-Pleite beim direkten Konkurrenten Dampfach liegt schwer im Magen. Bei den Bad Kissingern fehlt in Knetzgau der gesperrte Anthony Brinkley.

SV-DJK Oberschwarzach - Münnerstadt
(Samstag, 16 Uhr)
Den Sprung auf Platz Zwei verpasst hat der TSV Münnerstadt (4./34) durch seine beiden Niederlagen gegen Wiesentheid. Noch komplizierter dürfte jetzt die Auswärtsaufgabe beim starken SV-DJK Oberschwarzach (8./31) werden, der selbst eine Aufholjagd starten möchte. "Das wird ein ganz anderes Spiel. Diesmal sind wir der Underdog. Oberschwarzach ist eine gestandene Truppe mit dem Ziel, mindestens noch auf Rang Zwei zu kommen", gibt TSV-Coach Klaus Keller die Bürde des Favoriten an die Heimelf ab. In den Partien gegen Wiesentheid war das noch anders. Die Steigerwälder überließen den "Nägelsiedern" das Spiel und waren am Ende obenauf: "Wir müssen nach jeweils 20 Minuten klar führen. Danach hatten wir nicht mehr die nötige Konsequenz, den Gegner in die Knie zu zwingen." Zum Duell der Top-Torjäger der Bezirksliga zwischen Simon Müller und Simon Snaschel, die beide 17 Treffer erzielt haben, wird es indes nicht kommen, da TSV-Stürmer Snaschel verletzungsbedingt nicht mitwirken kann. Weil auch Ahmet Coprak beruflich fehlt und einige Akteure angeschlagen sind, ist Keller zu Umstellungen gezwungen.

TSV Gochsheim - SV Riedenberg
(Samstag, 16 Uhr)
Im Top-Spiel des Spieltages reist der SV Riedenberg (5./34) zum TSV Gochsheim (3./35). Mit zehn Punkten aus vier Spielen erlebten die Mannen von Trainer Marius Kubo einen bärenstarken Start ins neue Jahr und hoffen in Gochsheim auf eine Fortsetzung. "Es läuft derzeit echt rund. Gegen Forst haben wir gleich unsere erste Chance genutzt und auch gegen Krum waren die ersten beiden Torschüsse drinnen", sagt Marius Kubo. "Gochsheim ist für mich erster Anwärter auf Rang Zwei, nachdem die Mitkonkurrenten ein bisschen schwächeln. Sie gelten nicht umsonst als spielstarke Truppe, aber wir sind heiß", ist der Respekt vor der Truppe des Trainer-Duos Stefan Riegler/Dominik Ruh groß, aber der eigene Anspruch ebenso. Gefährlich wird es für die Riedenberger, wenn die TSV-Offensivmaschinerie um Daniel Meusel, Yannick Sprenger und Nico Kummer ins Rollen kommt, die alleine 34 der 45 TSV-Tore erzielten.

FC Thulba - SV Sömmersdorf
(Samstag, 16 Uhr)
Die 1:2-Niederlage bei Tabellenführer Geesdorf nahm Victor Kleinhenz, Spielertrainer des FC Thulba (2./36), letztlich mit einer Portion Galgenhumor: "Genau wegen solcher Erlebnisse spielen wir Fußball und lieben wir ihn. Ich hoffe aber in Zukunft, dass es für uns dann positiv ausgeht." Nach der späten Thulbaer Führung, die der Spielertrainer selbst markierte, hatten die Frankonen die Chance zum 2:0, kassierten im Gegenzug den Ausgleich und mussten mit dem Schlusspfiff den Geesdorfer Siegtreffer hinnehmen. Jetzt kommt der SV Sömmersdorf (14./16) ins Thulbatal, der vehement um ein weiteres Bezirksliga-Jahr kämpft. "Die Sömmersdorfer holten zuletzt sieben Punkte aus vier Spielen und haben sich dadurch in eine bessere Ausgangsposition gebracht. Sie werden gegen uns alles mobilisieren und rechnen sich aufgrund unserer Ergebniskrise sicher etwas aus", warnt Kleinhenz. Trotz der zuletzt ausbleibenden Erfolgserlebnisse findet Thulbas Rudelführer nur lobende Worte für seine Jungs: "Obwohl die Situation gerade sicher nicht einfach ist, gehen sie mit Ruhe und Realismus die Dinge an. Und darauf bin ich sehr stolz."

Unterspiesheim - TSV Rannungen
(Samstag, 16 Uhr)
"Natürlich haben wir uns das Osterwochenende ganz anders vorgestellt", sagt Klaus Seufert. Aber der Trainer des TSV Rannungen (16./13) gibt sich weiter kämpferisch, wohlwissend, dass die Aufgabe beim SV-DJK Unterspiesheim (6./33) nicht leichter wird. Zuletzt setzte es Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Gochsheim (0:2) und Oberschwarzach (2:3). Auch Unterspiesheim hat noch alle Möglichkeiten auf Platz Zwei und schoss die "Gücker" im Hinspiel mit 4:0 ab. Johannes Nunn glänzte dabei als vierfacher Torschütze. "Wir werden alles versuchen, um von dort ein vernünftiges Ergebnis mitzubringen. Die Motivation und Einstellung der Mannschaft ist nach wie vor ungebrochen hoch. Ich bin von der Truppe absolut überzeugt. Wir geben sicher nicht auf. Auch die Zuschauer stehen weiter voll hinter uns", sieht Seufert trotz der Niederlagenserie keinen Grund Trübsal zu blasen. "Wir wollen uns weiterentwickeln, dran bleiben und brauchen wiedermal ein positives Erlebnis. Zuviel auf die Tabelle zu blicken, schadet dabei nur." In Unterspiesheim wird Dominik Hüllmantel wegen muskulärer Probleme nicht mit von der Partie sein können. Lukas Englert steht dafür nach abgelaufener Sperre wieder im Kader.