Lisberg — Gerade noch beschlussfähig war mit acht Mitgliedern der Gemeinderat Lisberg in seiner Sitzung. Dies war aber nicht allzu dramatisch, war der Haupttagesordnungspunkt, die Beratung und Beschlussfassung des Haushaltsplanes 2018 und des Finanzplanes bis zum Jahr 2021, doch gründlich in den Ausschüssen vorberaten worden, so dass es bei der Vorstellung des Haushaltsplanes durch Bürgermeister Michael Bergrab (ÜPL) und Geschäftsstellenleiter Adam Götz keine Ungereimtheiten oder Überraschungen gab.
So schließt der Haushaltsplan der Gemeinde Lisberg für das laufende Jahr im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 2 844 700 Euro und im Vermögenshaushalt mit 2 382 100 Euro ab. Der Verwaltungshaushalt erwirtschaftete dabei einen Sollüberschuss von 406 000 Euro (Vorjahr 209 000 Euro), der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird.


Rang 28 bei der Steuerkraft

Die Steuerkraft der Gemeinde liegt bei 573,73 Euro je Einwohner, damit landet man auf Rang 28 im Landkreis Bamberg von 36 Gemeinden, wobei Hallstadt als Erster im Ranking mit 2106 Euro wohl in einer anderen Liga spielt.


Ein neues HLF 10

Fast aus dem Vollen schöpfen kann Lisberg dennoch beim Vermögenshaushalt mit dicken Brocken für die Feuerwehr (Anschaffung eines HLF 10) oder dem Bau eines Aufzuges im Schloss Trabelsdorf. Im Haushalt eingestellt wurde auch die Errichtung eines Stellplatzes am Feuerwehrhaus in Trabelsdorf für 200 000 Euro, über dessen Notwendigkeit soll noch mit der Feuerwehr verhandelt werden und der Kauf eines neuen Unimog im Wert von 140 000 Euro für den Bauhof ist ebenfalls noch nicht in trockenen Tüchern, hier wird noch nach günstigeren Lösungen gesucht.
Der Schuldenstand betrug zum Jahresbeginn 343 306 Euro und wird bis zum 31. Dezember 2018 dank der planmäßigen Tilgung von 55 000 Euro auf 288 306 Euro sinken. Damit wird die Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende auf 163 Euro sinken. Ein Novum auch die allgemeine Rücklage bei Bamberger Kreditinstituten in Höhe von 925 000 Euro und Festgeldanlagen in Höhe von 1 500 000 Euro. Um nicht am Ende noch Strafzinsen zahlen zu müssen, beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Bausparvertrag über 500 000 Euro abzuschließen und dort 200 000 Euro einzuzahlen.


Neuer Bauhof im Finanzplan

Im Finanzplan der kommenden Jahre sind der Neubau des Bauhofes, die Ertüchtigung der Kläranlage oder die Anschaffung eines LF 10 für die Freiwillige Feuerwehr Lisberg im Jahr 2020 hervorzuheben.
Angesichts so viel positiver Zahlen und einer bemerkenswert guten Haushaltslage war die einstimmige Zustimmung des Gemeinderates zum Haushaltsplan und Finanzplan Formsache. So fiel es auch kaum ins Gewicht, dass der Kindergarten und die Kinderkrippe St. Antonius Lisberg für die Jahre 2015 und 2017 ein Defizit in Höhe von 17 349 Euro (Kindergarten) und 4217 Euro (Kinderkrippe) anmeldeten. Dieses wird nach einstimmigen Beschluss die Gemeinde ausgleichen.