Das Linksbündnis Haßberge sprach in Haßfurt über aktuelle Themen. Es ging, wie die Linkspartei mitteilte, um das Bundestagswahlergebnis sowie die Aussichten zur bayerischen Landtagswahl im Herbst. Die Linken wollen nach ihren eigenen Angaben ihr Profil schärfen und offensiv vertreten.
Nun gelte es, das Wahlergebnis der Linken in Bayern auszubauen und bei der Landtagswahl zu festigen, lautete die Botschaft von Frank Hertel, der bei der Bundestagswahl im September 2017 als Direktkandidat der Partei im Wahlkreis angetreten war. Dabei sei wichtig, die Perspektiven und Ziele linker Politik nicht nur im Haßbergekreis offensiv zu vermitteln, sagte er.
Das Festhalten an linken Grundsätzen sei notwendig, erläuterte Thomas Dietzel, denn nur so hebe sich die Politik der Linken "vom erwartbaren Koalitionschaos durch CDU/CSU und SPD" ab. Soziale Gerechtigkeit sei für die Linke unabdingbar, wobei es hierbei noch viel zu tun gebe, wie Sabine Schmidt anmerkte.
Dietzel wies auf die nach seiner Ansicht untragbare Situation hin, dass auf der einen Seite die strukturelle Unterbeschäftigung zunehme, da immer mehr dazu gezwungen seien, in Teilzeit zu arbeiten; so erhielten einige nur Zehn-Stunden-Arbeitsverträge. Auf der anderen Seite nehme die Zahl derer zu, die überbeschäftigt seien, denn jährlich werde mehr als eine Milliarde Überstunden geleistet. Nötig wäre es, eine Arbeitszeitoffensive einzuleiten, die ein neues Normalarbeitsverhältnis, also die 30-Stunden-Woche, anstrebt. Konkret heiße das für linke Politik, das bisher geltende Arbeitszeitgesetz, das ohne Probleme eine 48- oder gar eine 60-Stunden-Woche ermögliche, auf eine Grenze von 40 Stunden zu reduzieren. Auch müssten Beschäftigte in Teilzeit wieder auf Vollzeit umstellen können, forderte der Linken-Vertreter. red