christiane reuther Der Knetzgauer Gemeindeteil Unterschwappach hat mit Stefan Lindner einen neuen Ortssprecher. Da Unterschwappach wie auch die beiden Gemeindeteile Eschenau und Hainert bei der Kommunalwahl im März nicht durch ein Gemeinderatsmitglied im Gemeinderat vertreten ist, stellten die Bürger aus Unterschwappach bei der Gemeinde Knetzgau den Antrag, aus ihrer Mitte einen Ortssprecher zu wählen.

Knetzgaus Zweiter Bürgermeister Stefan Seubert ging am Dienstagabend im Sportheim von Unterschwappach zunächst auf die rechtlichen Grundlagen ein, die in der Bayerischen Gemeindeordnung verankert sind und die besagen, wann und warum ein Ortssprecher zu wählen ist. Dieser kann an allen Sitzungen des Gemeinderates mit beratender Stimme teilnehmen sowie Anträge stellen.

Nur ein Vorschlag

Unter den gängigen Hygienevorkehrungen fand die geheime Wahl statt. Den Wahlausschuss bildeten Stefan Seubert, Robert Selig, der Geschäftsführer der Gemeinde Knetzgau, und der bisherige Ortssprecher von Unterschwappach, Günter Englert. Da aus den Reihen der Anwesenden mit Stefan Lindner nur eine Person für die Wahl zum Ortssprecher vorgeschlagen wurde, durften auf dem Stimmzettel auch weitere Personen geschrieben werden. Bei vier ungültigen Stimmabgaben entfielen auf Stefan Lindner 28 Stimmen. Je eine Stimme erhielten Martin Etzel und Paul Müller. Sollte ein Bürger aus Unterschwappach für den Gemeinderat nachrücken, wird Stefan Lindner trotzdem als Ortssprecher bei den Gemeinderatssitzungen am Ratstisch in Knetzgau mit beratender Stimme weiterhin vertreten sein.

Noch nichts verpasst

Der Zweite Bürgermeister freute sich, dass sich mit Stefan Lindner ein neuer Ortssprecher im Gemeindeteil Unterschwappach gefunden habe. Seubert versicherte, dass der neue Ortssprecher nichts verpasst habe, da in den bisher abgehaltenen Sitzungen noch keine wichtigen Entscheidungen gefallen sind.

Es ist aus Sicht des Zweiten Bürgermeisters nicht selbstverständlich, das Amt eines Ortssprechers auszuüben. Dafür bedürfe es einer gewissen Disziplin, wie Seubert erklärte.

Günter Englert versah zwölf Jahre lang das Amt des Ortssprechers und trat nicht mehr zur Wahl an. Englert dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er habe sich stets für die Belange seiner Mitbewohner starkgemacht.

Seinem Nachfolger wünschte er für die nächsten fünfeinhalb Jahre alles Gute. Wenn es gewollt wird, steht Englert gerne noch mit Rat und Tat zur Verfügung, wie er den Bürgern versicherte.