Die Vereidigung neuer Feldgeschworener stand im Mittelpunkt der Sitzung des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses der Stadt Weismain im Schönborn-Saal des Kastenhofs.
Nach mehreren Aufrufen und Gesprächen hatten sich vier Bürger bereiterklärt, dieses Amt auszuführen. Sichtlich erfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Zapf.
Es sei eines der ältesten Ehrenämter in Bayern und dürfte im 13. oder 14. Jahrhundert entstanden sein. In Bayern sind rund 27.000 Feldgeschworene tätig.
Feldgeschworene wachen über die Grenzen in Wald und Feld. Sie unterstützen damit die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Abmarkungen stellen einen Verwaltungsakt dar, zu dem Feldgeschworene ein Protokoll anfertigen müssen. Sie sind zur unparteiischen Tätigkeit sowie zur Verschwiegenheit und Bewahrung des sogenannten Siebenergeheimnisses auf Lebenszeit verpflichtet. Deshalb werden sie oft auch als „Siebener“ bezeichnet. Die Feldgeschworenen kennzeichnen die Lage der Grenzpunkte mit geheimen Zeichen, meist aus dauerhaftem Material, wie Stein, gebranntem Ton, Glas, Porzellan oder Metall.
Zapf dankte zusammen mit dem Weismainer Obmann Ferdinand Munbert den neuen Feldgeschworenen Patrick Bergmann (Neudorf), Erwin Knarr (Neudorf), Ulrich Röhrig (Geutenreuth) und Karl-Heinz Merkel (Geutenreuth), dass sie sich bereiterklärt haben, dieses Ehrenamt ausführen.
Mit dem gemeinsam gesprochenen Amtseid „Ich schwöre, dass ich die Verfassung des Freistaates Bayern und die Gesetze achten, meine Amtspflichten gewissenhaft und unparteiisch erfüllen, die Grenzen treu bewahren und über das Siebenergeheimnis Stillschweigen wahren werde, so wahr mir Gott helfe“ wurden sie offiziell eingeführt. Roland Dietz