Zum Weltwassertag am 22. März rufen alljährlich die Vereinten Nationen auf. Er steht heuer unter dem Motto "Valuing Water" - Wert des Wassers". Unter diesem Motto wollen die Vereinten Nationen die Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser zu machen.

"Wasser ist Leben - doch vielerorts ist das Leben in Flüssen , Bächen und ihren Auen infolge zahlreicher Belastungen stark zurückgegangen", bilanziert der BN. Wo sie renaturiert werden, kehrt das Leben zurück. Doch das passiert noch an viel zu wenigen Stellen und scheitert oft an fehlender Flächenverfügbarkeit. "Die Renaturierungsmaßnahmen am Obermain sind ein tolles Erfolgsprojekt, aber auch die ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässern muss einen höheren Wert bekommen und darf nicht an Einzelinteressen scheitern, damit sie endlich in die Fläche kommt", erklärt Anton Reinhardt, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe. Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch eines Bundesbürgers betrage 120 Liter, also etwa zwölf volle Haushaltseimer. Das sei immerhin weniger als der Verbrauch eines Amerikaners, der doppelt so viel am Tag verbrauche, ein Bewohner Dubais habe den negativen Weltrekord mit einem Verbrauch von durchschnittlich 500 Litern Trinkwasser am Tag - und das in einer grundwasserarmen Gegend.

Das Wassersparpotenzial sei auch bei uns noch lange nicht erschöpft. Lediglich drei Liter brauche der Mensch zum Kochen und Trinken; 20 Liter brauche man zum Wäschewaschen, zehn Liter für die Körperpflege. Fürs Spülen, Putzen und den Garten werden etwa 20 Liter benötigt, 30 bis 40 Liter des kostbaren Nasses wanderten dagegen bei uns in die Klospülung. Reinhardt rief deshalb zum Wassersparen auf: "Anstatt ein Vollbad zu nehmen genügt auch ein Duschbad, um sich von Kopf bis Fuß zu waschen." e.B.