Wenn der Sommeranfang nicht mehr weit ist, beginnt sich in dem beschaulichen Jura-Ort auch das Vereinsleben wieder in vollen Zügen zu entfalten. Dies erkennt man nicht nur im Ortsbild selbst, wie am Kapellenumfeld, sowie in den vielen Haus- und Nutzgärten, sondern auch bei den gesellschaftlichen Aktivitäten. Kurz vor dem großen Radler-Fest im Kleinziegenfelder Tal machen sich dabei immer die Naturfreunde auch wieder einmal nach Görau auf, denn das „ Dorffest “ steht bevor.

Das herrliche Sommerwetter animierte dabei viele, mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Görauer Anger zu kommen und eine gemütliche Einkehr zu halten. Sie alle, darunter der bekannte heimische Filmemacher Andreas Kerner, wurden von der Vorsitzenden der Naturfreunde Görauer Anger, Kathrin Knauer, herzlich begrüßt, die sich über den Besuch erfreut zeigte und allen angenehme Stunden wünschte.

Dabei stand das Feuerwehrgemeinschaftshaus wieder einmal im Mittelpunkt des Geschehens und hier tat sich ein großer Biergarten mit frisch gezapftem Pils und Weizen vom Fass auf.

Während am Nachmittag vor allem die leckeren selbst gebackenen Kuchen und Torten nach dem Geschmack der vielen Gäste waren, rückten zunehmend dann die Grillgerichte, Käse- und Bratenbrote in den Mittelpunkt.

Dann war auch der Zeitpunkt der Jugendgruppe der „Görauer Fröschla“ gekommen, die sich mit einbringen durfte und dies mit ihren Jugendleiterinnen voller Begeisterung tat.

Natürlich gab es bei alledem für die Kleinen auch reichliche Betätigungsmöglichkeiten, wie beim Dosenwerfen. Wer sich kreativ entfalten wollte, der musste nur das entsprechende Kinderzelt besuchen.

Ob das Kinderschminken, die eigenen Kunstwerke, die man bei alledem entstehen lassen durfte, oder, nachdem Görau in gewisser Weise auch das Korbmacherhandwerk beheimatet ist, das Basteln mit den Weiden – für jeden war etwas dabei. Auch eine ganz besondere Köstlichkeit kredenzte man diesmal: das „Görauer Fröschblut“.

Es trug zwar auch eine leuchtend rote Farbe, allerdings brauchte man bei alledem dennoch keine Bedenken oder gar Angst zu haben, denn dies war schlicht und ergreifend ein „Schlehen-Wein aus eigener Herstellung“. Diesen probierten viele, ebenso wie die erfrischende Erdbeerbowle.

Am späten Nachmittag kamen weitere Köstlichkeiten wie Schnitzel- und Sellerie-Schnitzelbrötchen hinzu, mit der Livemusik brachte sich Peter Birk ein, so dass es sich alle ganz einfach gutgehen und einen angenehmen Dorffest-Ausklang miterleben konnten.

Dieter Radziej