Bei der Bewahrung von Bayerns Naturschätzen spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Das Bayerische Umweltministerium und der Bayerische Bauernverband (BBV) haben deshalb in diesem Jahr zum ersten Mal die Auszeichnung "Naturschutzpartner Landwirt 2018" vergeben. Dabei wurde auch Stefan Dorn aus Hagenbach ausgezeichnet.
In Bayern gibt es eine einzigartige Kulturlandschaft. Das zeigt auch der aktuelle Artenschutzbericht: Demnach sind 80 000 der insgesamt 100  000 in Deutschland heimischen Arten in Bayern daheim. "Der Beitrag der Landwirte zu einer naturschonenden Bewirtschaftung ist für artenreiche und vielfältige Lebensräume unersetzlich. Mit dem Wettbewerb werden Landwirte ausgezeichnet, die sich in besonderem Maß für Naturschutz und Landschaftspflege engagieren", sagte Umweltminister Marcel Huber (CSU) bei der Auszeichnung, die im Münchner Prinzregententheater stattfand.
Der Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbands, Stefan Köhler, hob hervor: "Der Wettbewerb mit über 100 Bewerbungen hat gezeigt, dass sich zahlreiche bayerische Bäuerinnen und Bauern mit Herzblut für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt engagieren." Ein eindrucksvolles Beispiel sei Stefan Dorn, der zeigt, wie Maßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft in den Betrieb integriert werden können.
Er zeigt laut Pressemitteilung des BBV-Kreisverbandes Forchheim vorbildliche Möglichkeiten für eine naturschonende Bewirtschaftung durch vielfältige Maßnahmen wie Aufstellen von Nisthilfen, Belassen von Totholz im Wald und Hecken, Hecken- und Kopfweidenpflege, Erhalt wertvoller Lebensräume: Kalkmagerrasen, Trockenmagerrasen, Wiesenbrütergebiet, Vermarktung von Lamm- und Rindfleisch, Beschilderungen an Flächen, Hofbesichtigung mit Grundschulen.
Dafür wurde Stefan Dorn mit einem Sachpreis ausgezeichnet. Beim Wettbewerb "Naturschutzpartner Landwirt" konnten landwirtschaftliche Betriebe teilnehmen, die sich freiwillig am Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) beteiligen oder sich anderweitig besonders für naturschutzfachlich wertvolle Tier- und Pflanzenarten sowie alte Rassen und Sorten einsetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, vorbildliche Möglichkeiten für eine naturschonende Bewirtschaftung artenreicher Äcker, Wiesen und Weiden aufzuzeigen und innovative Kooperationen zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus zu fördern. Landwirt Stefan Dorn ist seit 17 Jahren im Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) und hat insgesamt 90 Hektar Pflegeflächen. red